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Die Challenge hat begonnen
Lokales 04.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Die Challenge hat begonnen

Dieser Teenager hat sichtlich Spaß im Jugendzentrum der Caritas „Am Quartier“. 14 000 Personen nehmen jedes Jahr die Dienste der Caritas für Kinder und Jugendliche in Anspruch.

Die Challenge hat begonnen

Dieser Teenager hat sichtlich Spaß im Jugendzentrum der Caritas „Am Quartier“. 14 000 Personen nehmen jedes Jahr die Dienste der Caritas für Kinder und Jugendliche in Anspruch.
Lex Kleren
Lokales 04.05.2018 Aus unserem online-Archiv

Die Challenge hat begonnen

Sandra SCHMIT
Sandra SCHMIT
Kindern helfen, denen es schlechter geht als anderen – das will die Caritas und organisiert im Mai eine traditionelle Spendenaktion: die siebte Caritas Challenge.

Am 1. Mai ist bei der Caritas in Luxemburg der Startschuss für den Spendenmarathon gefallen, der Tradition hat: die Caritas Challenge, früher unter dem Namen Quinzaine bekannt. Der Erlös der Aktion kommt benachteiligten Kindern zugute.

Denn rund 22 Prozent von insgesamt 27 000 Minderjährigen im Großherzogtum leben in Armut: „Die Zahl spricht für sich. Wir dürfen dieses Problem nicht zur Seite schieben, sondern wollen darauf aufmerksam machen“, sagt Caroline Theves, Verantwortliche bei Caritas für den Bereich „Relations Donateurs et Partenaires“. Vor allem Kinder, deren Eltern alleinerziehend sind, oder die Teil einer Großfamilie sind, leben oftmals am Rande der Armut – das belegen Zahlen von Eurostat.

Ferien mit Caritas

Im vergangenen Jahr kamen bei der Caritas Challenge insgesamt 100 000 Euro zusammen. Und das Geld kommt den Kindern ganz konkret zugute: So kann ihnen beispielsweise die Teilnahme an einer Ferienkolonie ermöglicht werden. Wird dafür üblicherweise eine Gebühr von 300 oder 400 Euro fällig, müssen Kinder aus sozial schwächeren Familien nur 30 Euro bezahlen; der Rest der Teilnahmegebühr wird durch Spendengelder gedeckt. Caroline Theves ermutigt Eltern dazu, sich nicht zu schämen und sich mit Young Caritas in Verbindung zu setzen, um derartige Hilfe zu bekommen.

Möglichkeiten, zu spenden gibt es viele. So ruft die Caritas Vereine und Unternehmen dazu auf, durch kreative Aktionen Geld zu sammeln. Die Organisation selbst geht mit gutem Beispiel voran und veranstaltet während einer Mittagspause im Mai eine Tombola für die Mitarbeiter. Wer Ähnliches plant, wird von der Caritas bei Planung und Umsetzung unterstützt: Telefon 40 21 31-260 oder caroline.theves@caritas.lu.

Auslaufmodell Türkollekte

Privatpersonen können per Überweisung spenden, die man auch online direkt über die Internetseite der Vereinigung in Auftrag geben kann. Und: Viele Kirchengemeinden lassen ihre Kollekte der Caritas zukommen. Außerdem gehen in etwa einem halben Dutzend Pfarreien des Landes im Mai wieder Spendensammler von Tür zu Tür.

Es werden allerdings immer weniger, da die Hauskollekte sich, laut Caritas, als zunehmend schwierig erweist: „Die Freiwilligen erzählen immer wieder, dass sie nicht viel Geld einsammeln. Während des Tages sind die Menschen nicht zu Hause, am Abend wollen sie dann nicht gestört werden“, fasst Caroline Theves die gemachten Erfahrungen zusammen. Mehr Informationen hier.


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