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Die brisantesten Aussagen von Marco Mille
Lokales 15.01.2013 Aus unserem online-Archiv

Die brisantesten Aussagen von Marco Mille

Die brisantesten Aussagen von Marco Mille

Lokales 15.01.2013 Aus unserem online-Archiv

Die brisantesten Aussagen von Marco Mille

Die brisantesten Aussagen von  Ex-Geheimdienstchef Marco Mille während der Anhörung vor der Untersuchungskommission über den Geheimdienst.

(aa) - Der ehemalige Direktor de Geheimdienstes SREL wurde am Dienstag ab 14 Uhr vor dem parlamentarischen Untersuchungsausschuss angehört. Bevor die Öffentlichkeit kurz nach 16.30 Uhr ausgeschlossen wurde, machte Marco Mille durchaus einige bemerkenswerte Aussagen. Immer wieder verwies er jedoch bei Detailfragen darauf, nicht in öffentlicher Sitzung antworten zu können. Wirklich Relevantes dürfte er sich somit für den "huis clos" aufgespart haben.

Marco Mille hatte bekanntlich mit einer präparierten Uhr ein vertrauliches Gespräch mit Jean-Claude Juncker heimlich aufgezeichnet. Als Juncker davon erfuhr und Mille damit konfrontierte, sagte der wütende Premier angeblich: "Ech hätt gutt Loscht dech eraus ze geheien."

Aus einem Rauswurf wurde jedoch nichts. Eine Trennung im Schlechten, die möglicherweise für öffentliche Debatten gesorgt hätte, wäre dem Ansehen des SREL nach Milles Auffassung sicher abträglich gewesen, was die Beziehungen zu anderen Geheimdiensten belastet hätte. Selbst als er dem Staatsminister seinen freiwilligen Rücktritt anbot, sei es nicht zu einer Demission gekommen, sagte Mille.  Dies sei einfach in niemandes Interesse gewesen sei, so der Ex-SREL-Chef am Dienstagnachmittag.

Laut Marco Mille wurden in der Zeit des kalten Kriegs vom Geheimdienst Unmengen an Daten gesammelt. Vieles sei einfach archiviert worden, nach Namen und Themen. Zweckdienlich sei dies aus heutiger Sicht nicht immer gewesen. Später hätten dem SREL schlichtweg die Ressourcen gefehlt, die Informationen alle aufzuarbeiten.