Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Die Bildung aus blau-rot-grüner Sicht
Noch ist nicht gewusst, wer Mady Delvaux-Stehres im Unterrichtsministerium beerben wird.

Die Bildung aus blau-rot-grüner Sicht

Foto: Shutterstock
Noch ist nicht gewusst, wer Mady Delvaux-Stehres im Unterrichtsministerium beerben wird.
Lokales 05.11.2013

Die Bildung aus blau-rot-grüner Sicht

Das Bildungsministerium dürfte in der kommenden Legislaturperiode eines der Schlüsselressorts sein. Noch ist unklar, welche der drei Parteien dem Ressort am stärksten seinen Stempel aufdrücken wird. 

Am Bildungsressort haben sich außer den Grünen, die bislang noch nie in der Regierungsverantwortung waren, schon alle Parteien die Zähne ausgebissen. Von 1969 bis 1999 war das Bildungsministerium - mit Ausnahme der Legislaturperiode 1974 bis 1979 - fest in der Hand der Christlich-Sozialen. Es folgte zwischen 1999 und 2004 ein liberales Intermezzo, dann ging das Ressort nach 1974 erneut an die Sozialisten. Mady Delvaux-Stehres hatte die letzten Jahre die undankbare Aufgabe, zunächst die Grundschule und dann den Sekundarunterricht zu reformieren.

Noch ist nicht klar, wer das Bildungsressort in der neuen Regierung übernehmen wird. Ein möglicher Nachfolger von Delvaux-Stehres könnte der DP-Politiker André Bauler sein, der die Arbeitsgruppe leitet, die das bildungspolitische Koalitionsprogramm aushandelt. Doch unabhängig von den Personalentscheidungen müssen sich die drei Koalitionäre erst einmal auf ein gemeinsames bildungspolitisches Programm verständigen. Dies dürfte allerdings nicht einfach sein, denn die Vorstellungen von DP, LSAP und den Grünen sind nicht unbedingt deckungsgleich.

Wie geht es weiter mit der Sekundarreform? Kommt der Grundschuldirektor? Wird der Religionsunterricht abgeschafft? Dies sind nur einige der Fragen, mit denen sich die Gambia-Koalitionäre auseinandersetzen müssen. Die LSAP will den eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen und die Sekundarreform wie geplant umsetzen. Die DP will - laut Wahlprogramm - stärker als die anderen Parteien auf die Forderungen und Wünsche der Lehrer eingehen. Die Grünen plädierten vor den Wahlen für die Gesamtschule und forderten ein neues Ministerium „für Kinder und Jugendliche“.

  • Mehr zum Thema lesen Sie in der Dienstagsausgabe des "Luxemburger Wort"