Die aktuellen Pegelstände in Echtzeit: Mosel geht leicht zurück
Michel THIEL
Der Pegel an der Mosel hat sich stabilisiert. Um 1.30 Uhr verzeichnete man in Stadtbredimus mit 6,94 Metern einen vorläufigen Höchststand.
Die Mosel hat ihren Höchstpegel scheinbar erreicht - zumindest vorläufig. In Stadtbredimus erreichte sie um 1.30 Uhr in der Nacht mit 6,94 Metern einen Höchststand, um 7 Uhr am Montag war das Hochwasser um drei Zentimeter auf nunmehr 6,91 Meter zurückgegangen. Damit können die Anwohner entlang Luxemburgs größtem Grenzfluss vorerst aufatmen - vorausgesetzt das Wetter beruhigt sich weiter.
Glaubt man den Vorhersagen von Météolux, soll zumindest am Montag kein weiterer Regen niedergehen und auch für die kommenden drei Tage werden jeweils nur bis maximal drei Liter je Quadratmeter gemeldet. Ab Donnerstag soll es bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sogar trocken bleiben.
Am Rhein
Im Laufe des Tages rechnet Köln mit etwas unter 9 Metern und Düsseldorf mit etwa 8,30 Metern. Am Mittelrhein in Koblenz wurde ein Höchstwert von 7,65 Meter prognostiziert. In Mainz am Oberrhein wurde bereits gegen Mitternacht der Höchststand von 6,39 Meter erreicht - bis zum frühen Montagmorgen war der Pegelstand dann um einen Zentimeter gesunken. Weiter rheinaufwärts war etwa am Pegel in Maxau bei Karlsruhe bereits am Samstag mit 8,45 Metern der Scheitelpunkt erreicht worden. An Ober- und Mittelrhein sollen die Pegelstände am Montag bereits zurückgehen.
Rückblende
Bis in den Sonntagvormittag war das Wasser der Mosel gestiegen. Am späten Vormittag kam es dann vorübergehend zum Stillstand, der Pegel pendelte sich in Remich nach 10 Uhr bei 5,67 Metern ein, stiegt dann bis 16 Uhr aber wieder auf 5,73 an. Um 16 Uhr betrug der Wasserstand in Stadtbredimus 6,81 Meter und in Grevenmacher 6,71 Meter.
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Remich am Sonntagabend.
Foto: Fern Morbach via Facebook
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Remich am Sonntagabend. Foto: Fern Morbach via Facebook
Teile Luxemburg, wie hier bei Remich, versinken im Wasser. Foto: Lex Kleren
Häuser versinken bei Remich am Sonntagnachmittag im Wasser. Foto: Lex Kleren
Remich am Sonntagnachmittag. Foto: Laurent Blum
Feuerwehrmann Guy beim steuert das Boot sicher durch die Wassermassen in Remich. Dann wird er zu einem Einsatz gerufen, ein Bürger hat bei der Feuerwehr um Hilfe gebeten. Foto: Laurent Blum
Feuerwehrmann Guy auf dem Weg zu einem Einwohner, der über die Notrufzentrale um Hilfe gebeten hat. Foto: Laurent Blum
Viele Menschen waren in ihren Wohnungen eingeschlossen. Foto: Fern Morbach
Das Hochwasser in Remich lockte viele Menschen aus ihren Häusern. Foto: Laurent Blum
Während die Autos auf den Brücken noch fahren konnten, versanken sie woanders im Wasser (Remich). Foto: Fern Morbach
Remich am Sonntagnachmittag. Foto: Laurent Blum
Remich am Sonntag. Foto: Fern Morbach
Remich am Sonntagnachmittag. Foto: Laurent Blum
Remich am Sonntag. Foto: Fern Morbach
Das Wasser in Remich steigt. Foto: Laurent Blum
Einsatzkräfte überprüfen am Bahnhof in Remich die Hochwasserschutzmaßnahmen. Foto: Laurent Blum
Boote sind in Remich am Sonntagnachmittag das beliebteste Fortbewegungsmittel. Foto: Laurent Blum
Remich am Sonntagnachmittag. Foto: Laurent Blum
Die Feuerwehr hilft wo sie kann. Der Sohn dieser Dame ist eingeschlossen und hat nichts zu essen. Die Feuerwehr bringt ihm die Tüten voll mit Essen mit dem Boot. Foto: Laurent Blum
Schengen am Sonntag. Foto: Lex Kleren
Schengen am Sonntag. Foto: Lex Kleren
Schengen am Sonntag. Foto: Lex Kleren
Schengen am Sonntag. Foto: Lex Kleren
Hochwasser am Sonntag bei Huncherange/Bettemburg. Foto: Lex Kleren
Hochwasser am Sonntag bei Huncherange/Bettemburg. Foto: Lex Kleren
Hochwasser am Sonntag bei Huncherange/Bettemburg. Foto: Lex Kleren
Viele Straßen sind wegen des Hochwassers gesperrt. Foto: Lex Kleren
Schengen am Sonntag. Foto: Lex Kleren
Schengen am Sonntag. Foto: Lex Kleren
Schengen am Sonntag. Foto: Lex Kleren
Feuerwehr und Zivilschutz waren während der ganzen Nacht im Einsatz und sind mittlerweile auch darauf vorbereitet, mit Booten Menschen aus Wohnungen abzuholen und wieder dorthin zu bringen. Foto: Fern Morbach
Das Hochwasser in Remich am Sonntagmorgen. Foto: Fern Morbach
Das Hochwasser in Remich am Sonntagmorgen. Foto: Fern Morbach
Das Hochwasser in Remich am Sonntagmorgen. Foto: Fern Morbach
Das Hochwasser in Remich am Sonntagmorgen. Foto: Fern Morbach
Das Hochwasser in Remich am Sonntagmorgen. Foto: Fern Morbach
Das Hochwasser in Remich am Sonntagmorgen. Foto: Fern Morbach
Das Hochwasser in Remich am Sonntagmorgen. Foto: Fern Morbach
Das Hochwasser in Remich am Sonntagmorgen. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstagnachmittag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstagnachmittag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstagnachmittag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstagnachmittag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstagnachmittag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstagnachmittag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstag. Foto: Fern Morbach
Remich am Samstag. Foto: Fern Morbach
Foto: Sven Rock/Meteo Remich
Foto: Sven Rock/Meteo Remich
Foto: Sven Rock/Meteo Remich
Foto: Sven Rock/Meteo Remich
Hochwasser am Donnerstag in Boewingen/Attert. Foto: Maggy Stoos-Schweigen, Grevenknapp
Hochwasser am Donnerstag in Bissen. Foto: Maggy Stoos-Schweigen, Grevenknapp
Hochwasser an der Mosel am Donnerstagmorgen. Foto: Pierre Matgé
Hochwasser an der Mosel am Donnerstagmorgen. Foto: Pierre Matgé
Hochwasser an der Mosel am Donnerstagmorgen. Foto: Pierre Matgé
Hochwasser an der Mosel am Donnerstagmorgen. Foto: Pierre Matgé
Hochwasser an der Mosel am Donnerstagmorgen. Foto: Pierre Matgé
Hochwasser an der Mosel am Donnerstagmorgen. Foto: Pierre Matgé
Hochwasser an der Mosel am Donnerstagmorgen. Foto: Pierre Matgé
Hochwasser an der Mosel am Donnerstagmorgen. Foto: Pierre Matgé
Hochwasser an der Mosel am Donnerstagmorgen. Foto: Pierre Matgé
Hochwasser an der Mosel am Donnerstagmorgen. Foto: Pierre Matgé
Hochwasser an der Mosel am Donnerstagmorgen. Foto: Pierre Matgé
Wie üblich, ist Remich auch dieses Mal am stärksten vom Hochwasser betroffen (siehe Fotostrecke). Seit Samstag sind die Moseluferstraße und die Place Kons überflutet, Geschäfte, Cafés und Restaurants mussten schließen, Keller wurden geräumt. In der Ortschaft richteten die Gemeindedienste Umleitungen ein. Die Cité Buschland beispielsweise erreicht man seit Samstag über einen normalerweise gesperrten Waldweg.
Auf der Route du Vin sorgten die Überschwemmungen für erhebliche Verkehrsbehinderungen. In Schengen und zwischen Bech-Kleinmacher und Stadtbredimus war die Verkehrsachse für den Durchgangsverkehr am Freitag gesperrt.
Die aktuellen Pegelstände in Echtzeit auf unserer interaktiven Karte:
Auch an Sauer, Alzette, Chiers und Syr bleiben die Wasserstände weiterhin erhöht. Seit Freitag fallen dort die Stände allerdings wieder.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag waren Mitglieder von Feuerwehr und Zivilschutz in Einsatzbereitschaft, zugleich wurden auch Boote zu Wasser gelassen, um – sollte es nötig werden – Einwohnern zu helfen, deren Wohnungen wegen des Hochwassers nicht mehr trockenen Fußes erreichbar sind.
Am Sonntagmorgen erreichte das Hochwasser denn auch die „Maacher Gaas“. Gelaufen ist die Saison auf der Remicher Eislaufbahn. Ursprünglich sollte sie bis Ende Januar geöffnet bleiben. Wie Bürgermeister Jacques Sitz am Samstag dem LW bestätigte, wird die Laufbahn nun aber nicht mehr in Betrieb genommen. Wegen des Hochwassers war die Technik der „Äispist“ bereits am Freitag abgebaut worden.
Besserung in Sicht
Hoffnung macht den Menschen an der Mosel die Wettervorhersage. Sowohl luxemburgische als auch ausländische Wetterdienste gehen davon aus, dass es am Sonntag, Montag und Dienstag kaum noch Niederschläge geben wird.
Auch im späteren Verlauf der Woche soll es weitestgehend trocken bleiben. Zugleich wird ein leichter Rückgang der Temperaturen erwartet, was sich - so die Erfahrung - ebenfalls positiv auf die Wasserstände auswirken wird.
Vor allem niedrig liegende Parkplätze und Promenaden von Schengen bis Wasserbillig wurden überflutet. In Schengen stand die Place des Etoiles vor dem Europamuseum und die Rue Robert Goebbels unter Wasser.
Auf der Mosel ist wegen Hochwassers seit Donnerstag die Schifffahrt eingestellt worden. „Die Mosel ist komplett zu“, sagte der stellvertretende Leiter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Koblenz, Tobias Schmidt. Die letzten Stauhaltungen Koblenz und Lehmen sind geschlossen worden. Im Bereich des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Trier ist die Schifffahrt bereits am Mittwoch eingestellt worden.
„Die Schiffsführer wurden rechtzeitig vorgewarnt“, sagte am Freitag Philippe Steffen, beim Service de la navigation zuständig für das Polizeirecht auf der Wasserstraße. Bevor die Mosel ihren „höchsten schiffbaren Wasserstand“ – das sind 5,30 Meter am Pegel Stadtbredimus – erreicht hatte, mussten die Schiffe eine geeignete Liegestelle aufsuchen, wo sie in Sicherheit vor dem Hochwasser sind.
Die Pegelstände an der Mosel haben in der Nacht zum Donnerstag ihren einstweiligen Höchststand erreicht. Seit dem frühen Morgen geht das Wasser nun zurück.
Angesichts der Niederschläge in den französischen Vogesen geht der Navigationsdienst davon aus, dass die Pegel zumindest bis Sonntag steigen werden. Am Samstag musste eine Straße in Remich gesperrt werden.
Ergiebige Regenfälle hatten während der vergangenen Tage die Flusspegel ansteigen lassen, Sturmtief "Burglind" legte noch einiges drauf, sodass es nunmehr gilt, die Wassermassen im Auge zu behalten.
Das Sturmtief "Burglind" ist am Mittwochmorgen über das Großherzogtum hinweg gezogen. Die Rettungskräfte mussten über 170 mal ausrücken, um umgestürzte Bäume aus der Fahrbahn zu räumen.
Die heftigen Regenfälle der vergangenen Tage haben weiter einen Einfluss auf die Pegelstände der Mosel. Bis Sonntagabend soll der Fluss weiter ansteigen. Der Meldepegel wird aller Voraussicht nach jedoch nicht überschritten.
Mit fünf zu zwei Stimmen spricht der Gemeinderat dem Schöffenrat in Vichten das Misstrauen aus. Jean Colombera will Bürgermeister bleiben und mit Luc Recken und Paul Maréchal einen neuen Schöffenrat bilden.
Für den Stadtteil Kirchberg ist 2019 ein vielversprechendes Jahr. Mit der Nationalbibliothek, dem EU-Parlament, dem dritten Goldturm und dem Infinity-Komplex stehen gleich vier Großprojekte vor der Fertigstellung.
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