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Die ADR im Wahlkampf: Sozial, aber bitte auf Luxemburgisch
Lokales 2 Min. 14.10.2013

Die ADR im Wahlkampf: Sozial, aber bitte auf Luxemburgisch

Die neue Führung der ADR (v.l.n.r.): Generalsekretärin Liliana Miranda, Parteipräsident Jean Schoos und Abgeordneter und Partei-Urgestein Gast Gibéryen.

Die ADR im Wahlkampf: Sozial, aber bitte auf Luxemburgisch

Die neue Führung der ADR (v.l.n.r.): Generalsekretärin Liliana Miranda, Parteipräsident Jean Schoos und Abgeordneter und Partei-Urgestein Gast Gibéryen.
Foto: Marc Wilwert
Lokales 2 Min. 14.10.2013

Die ADR im Wahlkampf: Sozial, aber bitte auf Luxemburgisch

Der Name ist Programm: Die "Alternativ Demokratesch Reformpartei" (ADR) ist die einzige dezidiert "nationale" Alternative bei diesen Wahlen. Gast Gibéryen sprach mit "wort.lu" über das Selbstverständnis und die Ziele der Partei bei den kommenden Wahlen.

(CBu) - Was andere kleine Parteien gerne hätten, hat die "Alternativ Demokratesch Reformpartei" (ADR) schon mehrmals erreicht. Seit dem ersten Einzug ins Parlament im Jahre 1989 (damals noch unter dem ungriffigen Namen „Aktiounskomitee 5/6 Pensioun fir jiddfereen“) ist die aktuell größte unter den kleinen Parteien um Urgestein Gast Gibéryen ununterbrochen in der Abgeordnetenkammer vertreten.

Zwei Namensänderungen und mehrere programmatische Neuaufstellungen hat die ursprüngliche Rentengerechtigkeitsbewegung bereits hinter sich. Bei den vergangenen beiden Wahlen ging es jedoch ziemlich bergab mit den Mandaten. Und in der letzten Legislaturperiode umfasste der parlamentarische Arm der ADR nach den Abgängen von Jean Colombera und Jacques-Yves Henckes nur noch zwei Abgeordnete.

Laut Gast Giberyen ist dies allerdings kein Grund, nicht auch bei diesen Wahlen wieder "ein besseres Resultat und am liebsten den Fraktionsstatus" anzustreben. Das Wahlziel: Mindestens vier Sitze. Die internen Querelen der vergangenen Monate habe man jedenfalls gut verarbeitet. "Wir sind stabiler und besser aufgestellt als zuvor", so Giberyen.

Top-Themen des Wahlkampfs

Was die für die ADR dominanten Themen des Wahlkampfs betrifft, so verweist Giberyen auf den Slogan der Partei "éierlech, sozial, lëtzebuergesch". Ehrlich wolle man vor allem in Bezug auf die Staatsfinanzen sein; ein ausgeglichener Haushalt sei das unbedingte Ziel, dem man andere Reformen unterordnen müsse, so der ADR-Abgeordnete.

Dabei sei die Stärkung der sozialen Gerechtigkeit weiterhin ein zentrales Anliegen der Partei, das sich ganz besonders in den Forderungen in der Arbeitsmarkt-, Sozial- und Rentenpolitik niederschlage.

Der dritte Themenschwerpunkt ist die nationale Identität und damit der seit Jahren von der ADR ausdrücklich geäußerte "Stolz, Luxemburger zu sein". Es gehe ihm darum, die luxemburgischen Interessen sowohl im In- als auch im Ausland konsequent "an erste Stelle zu setzen". 

Alleinstellungsmerkmal: Nationale Identität

Die Verteidigung der nationalen Identität sei dann auch das eigentliche Alleinstellungsmerkmal der Partei mit den nationalen Farben auf den Wahlplakaten. "Wir sind die einzige Partei, die sich konsequent für Luxemburg und die Luxemburger einsetzt", betont Giberyen.

Bei diesen Wahlen spricht sich die ADR in diesem Kontext für die kulturelle und verfassungsrechtliche Aufwertung der luxemburgischen Sprache aus. "Die Integration kann und darf nur über die luxemburgische Sprache funktionieren", sagt Giberyen.

Zudem spricht sich die Partei in ihrem Programm gegen das allgemeine Wahlrecht für im Land wohnende Ausländer aus. Unmissverständlich spricht sich die "Reformpartei" für den status quo in dieser Frage aus. Giberyen: "Das Wahlrecht steht ausschließlich den luxemburgischen Staatsbürgern zu."

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