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Die ACEL begrüßt das neue Schuljahr
Lokales 5 Min. 16.09.2019

Die ACEL begrüßt das neue Schuljahr

Pascal Thinnes wurde im Dezember 2018 auf der Generalversammlung der Associaton des cercles d'étudiants luxembourgeois (ACEL) zum neuen Präsidenten gewählt. Am Montag zog er zum ersten Mal Bilanz.

Die ACEL begrüßt das neue Schuljahr

Pascal Thinnes wurde im Dezember 2018 auf der Generalversammlung der Associaton des cercles d'étudiants luxembourgeois (ACEL) zum neuen Präsidenten gewählt. Am Montag zog er zum ersten Mal Bilanz.
Foto: Julian Pierrot
Lokales 5 Min. 16.09.2019

Die ACEL begrüßt das neue Schuljahr

Rosa CLEMENTE
Rosa CLEMENTE
Pünktlich zum Schulbeginn stellt die Association des cercles d'étudiants luxembourgeois (ACEL) ihre Vorhaben für das Schuljahr 2019/2020 vor.

Es ist so weit: In der dritten Septemberwoche beginnt für die meisten Schüler des Großherzogtums ganz offiziell der Schulalltag. Und auch viele Studenten müssen nun wieder, oder gar zum ersten Mal, zur Uni. Dementsprechend feiert auch der Dachverband der luxemburgischen Studentenvereinigungen ACEL nach der wohlverdienten Sommerpause seine Rentrée. 

In einer Pressekonferenz am Montag stellten der ACEL-Präsident, Pascal Thinnes, die Vizepräsidentin für die Vertretung der Studenten, Nadja Poesgen, die Vizepräsidentin für Information, Aurélie Nascimento, und der Vizepräsident für "Regroupement", Sven Bettendorf, die Projekte vor, die für das neue Schuljahr vorgesehen sind. 

Die drei Säulen der ACEL

Eines der Hauptaufgaben des Dachverbands ist es, die Luxemburger Studenten über das Leben im Ausland zu informieren. Neben den bereits bestehenden Studienführer, - dem Guide du futur étudiant und dem Guide du futur diplômé - die für das neue Schuljahr aktualisiert wurden, stellte Vizepräsidentin Aurélie Nascimento für dieses Jahr auch eine Neuheit vor: den sogenannten "Studenteguide". 


Der Dachverband der Luxemburger Studentenvereinigungen steht Studierenden und solchen, die es werden wollen, zur Seite
Nicht verzagen, ACEL fragen
Von der Entscheidung einer neuen Wahlheimat bis hin zum Hochschulabschluss ist es für junge Menschen oft ein langer Weg. Dabei eine Hilfe: der Dachverband der Luxemburger Studentenvereinigungen, kurz ACEL.

Der neue Ratgeber für Studenten erscheint voraussichtlich erst in rund zwei Monaten, zur diesjährigen Auflage der Foire de l'étudiant am 7. und 8. November. "In dieser neuen Broschüre findet man Informationen über das Leben in einem der neun Länder, in denen es Luxemburger Cercles gibt. Unter anderem werden die Studenten darin auch über die KFZ-Steuern in Deutschland oder die Taxes d'habitation in Frankreich aufgeklärt", so Aurélie Nascimento. 

Die bereits bekannten Guides und auch der neue Ratgeber sind online zu finden auf der Webseite der ACEL (www.acel.lu) und werden unter anderem auch an Orten wie der Studentefoire, an der Universität Luxemburg, bei der Informationsstelle CEDIES oder in der Nationalbibliothek kostenlos verteilt. 

Für mehr Rechte

Eine weitere, äußerst wichtige Aufgabe der ACEL ist die Vertretung der Studenten und der jeweiligen Studenten-Cercles. Derzeit stehen 45 Vereinigungen aus neun verschiedenen Ländern unter dem Schutzschild des Luxemburger Dachverbandes. Dazu gehört auch ein in diesem Jahr neues Mitglied -  die Studentenvereinigung der Miami University (LUAM).

Wie Vizepräsidentin Nadja Poesgen erklärt, stehen vor allem die Punkte "Reform des Praktikumgesetzes", "GIS-Steuer in Österreich", "KFZ-Steuer in Deutschland" und die "Taxe d'habitation in Frankreich" auf dem Programm der ACEL. "Wir sind zuversichtlich, dass das Gesetzesprojekt über das neue Stage-Gesetz in der Chamber angenommen wird. Es ist uns sehr wichtig, dass die Studenten, aber auch jene Schüler, die für die Anmeldung auf einer Uni bereits im Vorfeld ein Praktikum machen müssen, in Luxemburg gesetzlich geschützt sind."

Bereits seit 2017 beschäftigt sich die ACEL mit dem Thema "Praktikumgesetz in Luxemburg". Junge Menschen sollen hierzulande unter anderem auch dann das Recht auf ein Praktikum haben, wenn sie nicht an einer Universität eingeschrieben sind. Außerdem sollen sie in der Zeit zwischen dem Ende des Bachelorstudiums und dem Beginn eines Masterstudiums die Möglichkeit haben, Stages zu machen, auch wenn sie in diesem Zeitraum nicht an einer Universität eingeschrieben sind.

Vizepräsidentin Nadja Poensgen, Präsident Pascal Thinnes und ebenfalls Vizepräsident Sven Bettendorf bei der Pressekonferenz am Montag (.v.l.n.r.).
Vizepräsidentin Nadja Poensgen, Präsident Pascal Thinnes und ebenfalls Vizepräsident Sven Bettendorf bei der Pressekonferenz am Montag (.v.l.n.r.).
Foto: Julian Pierrot

Viele Luxemburger studieren jedoch im Ausland und haben auch während ihrer Studien mit einigen Ungerechtigkeiten zu kämpfen. "In Österreich muss jeder, der einen TV-Anschluss und beispielsweise ein Fernseher hat, die GIS-Steuer zahlen. Allerdings werden die Studenten aus Österreich, die Empfänger eines sozialen Stipendiums sind, von diesen Pflichtgebühren befreit. Wir finden also, dass es nicht fair ist, dass luxemburgische Studenten, die im Großherzogtum ebenfalls eine Bourse sociale beziehen, in Österreich trotzdem eine GIS-Steuer zahlen müssen", so Nadja Poensgen. 


Lokales, GV ACEL, Pascal Thinnes , Neuer Präsident ACEL.Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
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Solche Regelungen sind diskriminierend, so die Studentenvertreterin weiter. Und auch die KFZ-Steuer in Deutschland ist den Vertretern der ACEL ein Dorn im Auge, denn: Laut dem deutschen Gesetz müssen Studenten, auch jene aus Luxemburg, die mehr als sechs Monate in Deutschland leben, dort auch ihr Fahrzeug anmelden und dementsprechend KFZ-Steuern zahlen. 

Einige Luxemburger Studenten hätten demnach angegeben, Post von der deutschen Staatsanwaltschaft bekommen zu haben, in der ihnen Steuerhinterziehung vorgeworfen wird, so Poensgen.  "Das entspricht ganz und gar nicht der EU-Regelung, nach der ein (EU)-Bürger nicht doppelt besteuert werden darf. Wir haben uns deshalb mit dem zuständigen Ministerium und dem EU-Dienst SOLVIT zusammengesetzt, um schnellstmöglich eine Lösung für diese Situation zu finden"

Der Vorwurf der Steuerhinterziehung sei demnach fallen gelassen worden, so Poensgen. "Allerdings müssen derzeit die Studenten ihre Fahrzeuge nach sechs Monaten noch immer in Deutschland anmelden. Auch wenn es bereits eine entsprechende EU-Regelung gibt, die diese Vorschriften zurückweist."

Positive Bilanz

Alles in allem aber wolle man auch die positiven Aspekte und Aufgaben der ACEL hervorheben, fährt Pascal Thinnes fort. So auch der ACEL-Quizowend, der laut Veranstalter mit 70 Teilnehmern gut besucht wurde. Aber auch das Projekt "Student fir 1 Dag", bei dem Sekundarschülern ein Einblick in das Studentenleben im Ausland erhalten, hatte im Schuljahr 2018/2019 eine große Anteilnahme. 

"Es waren viel mehr, als wir uns erwartet hatten. Insgesamt 391 Schüler haben in den Osterferien eine Tagesreise in eine der 19 Städte unternommen und hatten somit die Möglichkeit, zum ersten Mal ein wenig Uni-Luft zu schnuppern", erklärt Sven Bettendorf, Vizepräsident für die Zusammenführung der Jugendlichen. 


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"Wir sind glücklich, die Studenten jedes Jahr für unsere Projekte motivieren zu können. Auch macht es uns stolz, die jungen Leute immer wieder aufs Neue zusammenzuführen.  Bei der 19. Auflage des alljährlichen ACEL-Studentebals im vergangenen Jahr zählten wir insgesamt 4.000 Besucher. Ganze 33 Cercles waren daran beteiligt. Das war ein voller Erfolg - der Bal wird denn auch im neuen Schuljahr erneut stattfinden", so Sven Bettendorf.

Im neuen Schuljahr ist allerdings nicht nur die 20. Auflage des Studentenbals besonders. Die Association des cercles d'étudiants luxembourgeois feiert auch ihr 35. Jubiläum. "Das große Geburtstagsfest ist voraussichtlich für den 9. November, also am Tag nach der Foire de l'étudiant, geplant. Seit 1984 setzt sich die ACEL für die Studenten aus Luxemburg ein und das muss natürlich gebührend gefeiert werden", schlussfolgert der ACEL-Präsident, Pascal Thinnes, zufrieden. 


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