"Hôtel-Restaurant à la petite marquise" in Echternach
Die Abrissbirne kann kommen
"Hôtel-Restaurant à la petite marquise" in Echternach
Die Abrissbirne kann kommen
Trotz regnerischen Wetters haben Arbeiter am Dienstag unter anderem mit der Entfernung der Absperrungen begonnen.
Foto: Anne-Aymone Schmitz
Die Vorbereitungen für den Abriss des einstigen „Hôtel-Restaurant à la petite marquise“ in Echternach haben begonnen. Im September nächsten Jahres wird auf dem Areal ein 10,7 Millionen Euro teurer Komplex mit 27 Wohnungen und 1.000 Quadratmetern Ladenfläche gebaut.
Die Vorbereitungen für den Abriss des einstigen „Hôtel-Restaurant à la petite marquise“ in Echternach haben begonnen. Im September nächsten Jahres wird auf dem Areal ein 10,7 Millionen Euro teurer Komplex mit 27 Wohnungen und 1.000 Quadratmetern Ladenfläche gebaut.
Es tut sich was am Echternacher Marktplatz. Zu Wochenbeginn platzierten dort Gemeindearbeiter den Weihnachtsbaum. Und gestern rückten Mitarbeiter einer Baufirma an, um vor der Bauruine des einstigen „Hôtel-Restaurant à la petite marquise“ die von der Stadt aufgestellten Absperrgitter beiseite zu schieben und die Holzplatten von Fenster- und Türöffnungen zu entfernen. In den nächsten Tagen werden sie zuerst die Immobilie entrümpeln und unter anderem asbestverseuchte Dachziegel entfernen. Danach kann die Abrissbirne anrücken, um die Immobilie abzutragen.
Trotz regnerischen Wetters haben Arbeiter gestern unter anderem mit der Entfernung der Absperrungen begonnen.
Foto: Anne-Aymone Schmitz
Noch sechs Wochen gedulden
Verlaufen diese Arbeiten nach Plan, dann wird in sechs Wochen das seit über 20 Jahren leer stehende Bauwerk aus dem Stadtbild verschwunden sein.
Blick in die Gasse „Devant le marché“: Auch die beiden an das „Hôtel-Restaurant“ angebauten Gebäude werden abgetragen.
Foto: Anne-Aymone Schmitz
Danach wird eine Baufirma, im Auftrag der Stadt Echternach, auf dem Terrain ein neuer Gebäudekomplex mit 27 Wohnungen in den Obergeschossen und 1 000 Quadratmetern Geschäftsflächen, sowie eine zweistöckige Tiefgarage bauen. Nach Vorstellungen des Schöffenrats soll es späterhin im Erdgeschoss wieder ein Restaurant mit einer Terrasse sowie eine Gaststätte geben.
„Und wir möchten dort ein unabhängig von den Geschäften zugängliches öffentliches WC sowie eine Vitrine für die Touristinfo einrichten“, kündigte Bürgermeister Yves Wengler in der ersten Sitzung des neuen Gemeinderats an. Bei diesem Treffen billigten die Räte das Lastenheft, nach dem der Gebäudekomplex zu dem festgelegten Höchstpreis von 10,7 Millionen Euro von einer Baufirma gebaut werden soll.
Zum Hinterhof hin war der Gebäudekomplex von den vorigen Besitzern bereits erweitert worden. In der Zwischenzeit wachsen hier Bäume und Gestrüpp.
Foto: Anne-Aymone Schmitz
Demnächst wird dieser Auftrag öffentlich ausgeschrieben. Sobald das Unternehmen feststeht, wird die Planung abgeschlossen. Voraussichtlich im September nächsten Jahres soll der Baubeginn erfolgen. Ermöglicht wurde das neue Immobilienprojekt, weil die Gemeinde die Bauruine im Dezember vergangenen Jahres von den Besitzern abgekauft hatte.
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Die Vorbereitungen für das Immobilienprojekt am Areal des früheren „A la petite marquise“ in Echternach liegen im Zeitplan. Weil aber die Kosten zu knapp berechnet waren, erhöhte der Gemeinderat das Budget von 10,7 auf 14 Millionen Euro.
Echternach ist aus seinem „Dornröschenschlaf“ erwacht. Die vor drei Jahren beschlossenen Sparmaßnahmen haben zu einer verbesserten Finanzlage geführt. Wichtige Projekte in den Bereichen Wohnungsbau und Schulwesen wurden in die Wege geleitet.
Die Bauruine des einstigen „Hôtel-Restaurant à la Petite Marquise“ am Marktplatz von Echternach könnte doch noch länger stehen bleiben als ursprünglich geplant. In den Gemäuern wurde nämlich Asbest gefunden.
Das „Hôtel-Restaurant A la petite marquise“ hat in den vergangenen Jahren für viele negative Schlagzeilen gesorgt. Die Ruine wurde vor allem als Schandfleck empfunden. Dabei kann sie auf eine interessante Geschichte zurückblicken. Einst pulsierte dort das Leben.
Neues Kapitel in der Akte "Hôtel-Restaurant A la Petite marquise": Am Freitagnachmittag wurde der Kaufvertrag zwischen der Stadt und den Eignern unterschrieben.
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