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Der Wohnungsmarkt in Luxemburg: 721.800 Euro für ein Haus
Lokales 3 Min. 11.10.2015

Der Wohnungsmarkt in Luxemburg: 721.800 Euro für ein Haus

Ob kaufen oder mieten: Wohnungen und Häuser werden im Großherzogtum weiterhin teurer. Für eine Wohnung muss man im Schnitt 458.500 Euro zahlen – oder 1.385 Euro Miete ohne Nebenkosten.

Der Wohnungsmarkt in Luxemburg: 721.800 Euro für ein Haus

Ob kaufen oder mieten: Wohnungen und Häuser werden im Großherzogtum weiterhin teurer. Für eine Wohnung muss man im Schnitt 458.500 Euro zahlen – oder 1.385 Euro Miete ohne Nebenkosten.
Foto: Anouk Antony
Lokales 3 Min. 11.10.2015

Der Wohnungsmarkt in Luxemburg: 721.800 Euro für ein Haus

In puncto Wohnen ist das Großherzogtum bekanntlich ein teures Pflaster. Und die Preise steigen weiter an. Das geht aus den aktuellen Zahlen des „Observatoire de l'habitat“ hervor.

(DL) - In puncto Wohnen ist das Großherzogtum bekanntlich ein teures Pflaster. Und die Preise steigen weiter an. Das geht aus den aktuellen Zahlen des „Observatoire de l'habitat“ hervor, die sich auf das erste Trimester 2015 beziehen. Sowohl die Kauf- als auch die Mietobjekte sind im Vergleich zum Vorjahr teilweise deutlich teurer geworden.

721.800 Euro – so viel musste man in Luxemburg im ersten Trimester 2015 durchschnittlich für ein Haus bezahlen. Dies entspricht 3.889 Euro pro Quadratmeter. Für eine Wohnung musste ein Käufer derweil im Schnitt 458.500 Euro begleichen, sprich 5.071 Euro pro Quadratmeter.

Die Durchschnittsfläche betrug bei den Häusern 186 Quadratmeter, bei den Wohnungen 90. In sämtlichen Segmenten sind die Kaufpreise im Vergleich zum ersten Trimester des Vorjahres gestiegen.

284.357 Euro für ein Studio

Sieht man sich nun das Detail an, so fällt auf, dass die Preise für Häuser mit drei Schlafzimmern mit einem Plus von 10,5 Prozent am stärksten angestiegen sind. Sie kosteten im Schnitt 661.120 Euro. Bei den Appartements ist derweil in sämtlichen Sparten ein deutlicher Anstieg zu erkennen.

Zwei-Zimmer-Wohnungen waren im Schnitt 13,5 Prozent teurer als im ersten Trimester 2014. Bei den Studios, den Ein- und den Drei-Zimmer-Appartements verhält es sich ähnlich. Für ein Studio musste man im Schnitt 284.357 Euro auf den Tisch legen. Ein Drei-Zimmer-Appartement schlug derweil mit 600.198 Euro zu Buche.

1,04 Millionen für ein Haus in der Hauptstadt

Mit am teuersten ist der Immobilienkauf in Luxemburg-Stadt: Der Preis für ein Haus lag hier im Schnitt bei über 1,04 Millionen Euro. Der durchschnittliche Kaufpreis für eine Wohnung lag derweil bei 628.900 Euro. Die Quadratmeterpreise sind damit in der Hauptstadt um 10,6 Prozent (Häuser) und bei den Wohnungen sogar um 15,4 Prozent gestiegen (im Vergleich zum ersten Trimester 2014).

Noch stärkere Preiserhöhungen bei Kaufobjekten sind im Norden des Landes zu verzeichnen – nämlich plus 11,9 Prozent bei den Häusern und plus 18,8 Prozent bei den Wohnungen. Die Kaufpreise sind in sämtlichen Regionen des Landes gestiegen.

Auch Mieter müssen tiefer in die Tasche greifen

Auch die Mieter müssen im Vergleich zum Vorjahr tiefer in die Tasche greifen. Ein Haus im Großherzogtum kostete im ersten Trimester 2015 im Schnitt 2.562 Euro Miete, eine Wohnung 1.385 Euro (die Preise verstehen sich jeweils exklusive der Nebenkosten). Die Durchschnittsgröße der Objekte lag bei 192 Quadratmetern für ein Haus und bei 70 Quadratmetern für ein Appartement.

Bei den Häusern sind vor alle jene mit zwei Schlafzimmern teurer geworden (plus zwölf Prozent). Bei den Mietwohnungen ist in allen Sparten eine Preiserhöhung erkennbar. Ein Studio kostete den Zahlen zufolge durchschnittlich 931 Euro Monatsmiete, eine Zwei-Zimmer-Wohnung 1.585 Euro.

Hohe Mietpreise in Luxemburg-Stadt

Die Mieten in Luxemburg-Stadt gehören zu den höchsten des Landes. Ein Haus in der Hauptstadt kostete im ersten Trimester 2015 im Schnitt 3.276 Euro Monatsmiete. Bei den Wohnungen lag der Durchschnittspreis bei 1.644 Euro. Ein Blick auf die verschiedenen Regionen des Landes zeigt: Im Süden und Osten des Landes sowie in der Region Zentrum/Süden sind die Mietpreise für Häuser in den vergangenen zwölf Monaten leicht gesunken.

Bei den Mietwohnungen ist hingegen in allen Teilen des Landes eine Steigerung zu vermerken – außer im Westen. Hier sind die Mietpreise in den vergangenen zwölf Monaten um 1,4 Prozent gesunken. Die Zahlen beziehen sich allesamt auf Immobilienanzeigen, die auf dem Internetportal immotop.lu veröffentlicht wurden. Sie stellen jeweils einen Durchschnittswert dar. Etwaige Preissenkungen nach einer Verhandlung wurden nicht berücksichtigt.



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