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Der Vatikan und Luxemburg drucken eine Briefmarke der Consolatrix: Mit der Post
Nennwert der Briefmarke in Luxemburg ist 0,70 € während die vatikanische Ausgabe 1 € beträgt.

Der Vatikan und Luxemburg drucken eine Briefmarke der Consolatrix: Mit der Post

Nennwert der Briefmarke in Luxemburg ist 0,70 € während die vatikanische Ausgabe 1 € beträgt.
Lokales 2 Min. 10.09.2016

Der Vatikan und Luxemburg drucken eine Briefmarke der Consolatrix: Mit der Post

Anne CHEVALIER
Anne CHEVALIER
Die Muttergottes von Luxemburg ist erstmals ikonografisch vor dem Petersdom in Rom abgebildet. Anlass ist eine Briefmarke, die jetzt herausgebracht wurde.

(Jma) - Ab dem 13. September ist die Gemeinschaftsausgabe der Briefmarke der Consolatrix Afflictorum sowohl in Luxemburg als auch im Vatikan erhältlich.

In der über 350-jährigen Geschichte der Verehrung der Muttergottes von Luxemburg ist die Stadt- und Landespatronin erstmals ikonografisch vor dem Petersdom in Rom abgebildet. Anlass ist eine Briefmarke, die jetzt vom „Office des timbres“ der Luxemburger Post zusammen mit dem Vatikanischen Amt für Philatelie und Numismatik herausgebracht wurde.

„Es entspricht wohl göttlicher Vorsehung, dass in demselben Jubeljahr, in dem die Gnade des Herrn eifrigst verkündet wird, der dreihundertfünfzigste Jahrestag der Erwählung Mariens, Trösterin der Betrübten, zur Patronin der Stadt Luxemburg gefeiert wird. Dieses feierliche Jubiläum erfüllt uns mit der großen Hoffnung, des Heils und der Gnade teilhaftig zu werden“. Diese Worte, die Papst Franziskus in seiner Grußbotschaft anlässlich des 350. Jubiläums der Erwählung der Consolatrix Afflictorum zur Luxemburger Stadtpatronin schrieb, stehen im Werbeprospekt des Vatikanischen Amtes für Philatelie und Numismatik für die neue Briefmarke.

Das diesjährige marianische Jubiläum in Luxemburg hat die Luxemburger Post zum Anlass genommen, erstmals mit dem Vatikan eine Briefmarke herauszubringen. 

Petersdom statt Glaciskapelle

Auf der Gemeinschaftsausgabe trägt die Trösterin der Betrübten jenes Kleid, das die Königin Maria Leszczynska, die Frau des französischen Königs Ludwig XV., eigenhändig gestickt haben soll. Die Tochter des polnischen Königs Stanislas war sehr fromm und schenkte der Luxemburger Stadt- und Landespatronin ein rotes Samtkleid mit Goldstickerei. Die Muttergottesstatue, die Krone, Zepter und Stadtschlüssel trägt, ist vor der „Skyline“ Luxemburgs und der Piazza San Pietro in Rom abgebildet.

Das ist ein absolutes Novum: Ist die Luxemburger Madonna in der Ikonografie meistens mit der Ansicht der Festungsstadt und der Glaciskapelle dargestellt, so erkennt man statt der Kuppel der ehemaligen Gnadenkapelle am Glacis, deren Fundamente im Zuge der Tramarbeiten im vergangenen April entdeckt wurden, die Kuppel des Petersdomes. 

Entworfen hat die Briefmarke die italienische Kupferstecherin Daniela Longo, die sich vor allem durch ihre zahlreichen Papstporträts einen Namen gemacht hat. Mit Dr. Mauro Olivieri, dem Direktor des Vatikanischen Amtes für Philatelie und Numismatik, hatte sie die Statue und die Stadt Luxemburg in Augenschein genommen. „Es ist für uns eine einzigartige Erfahrung und ein großes Privileg, dass wir selbst das Kleid und die Attribute auswählen dürfen, welche die Muttergottes von Luxemburg für das Projekt tragen soll“, betonte Mauro Olivieri.

Für die Luxemburger Post ist es nicht das erste Mal, dass die Trösterin der Betrübten eine Briefmarke ziert. So wurde 1945 und 1966 die Patrona Civitatis bereits philatelistisch dekliniert.  Nennwert der Briefmarke in Luxemburg ist 0,70 € während die vatikanische Ausgabe 1 € beträgt.

Ab dem 13. September wird ein Bild der Consolatrix Afflictorum als Botschafterin für ein marianisch geprägtes Luxemburg durch die Länder reisen, fast wie einst – entstanden doch die ersten Andachtsbilder im 17. Jahrhundert in Antwerpen. Die Briefmarke ist in allen Postfilialen sowie beim „Office des Timbres“ erhältlich.

www.postphilately.lu