Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Der Uecht-Wurm ist platt
Lokales 4 1 2 Min. 12.04.2019

Der Uecht-Wurm ist platt

Der Uecht-Wurm ist platt

Archivfoto: Nicolas Anen
Lokales 4 1 2 Min. 12.04.2019

Der Uecht-Wurm ist platt

Luc EWEN
Luc EWEN
Diese Halle hatte viele Namen: Garage Losch, Schandfleck, Uecht oder Portal Eent. Nun schafft der Bagger Fakten.

Er war ein Blickfang. Der Wurm, den der Kahler Künstler Alain Welter, der durch sein Urban Art Projekt in seinem Heimatdorf bekannt worden war, geschaffen hatte. Am Freitag kurz nach 13 Uhr hatte seine letzte Minute geschlagen, die des Wurms wohlgemerkt.

Wie dieses Video zeigt, steht die Losch-Halle nicht mehr.

Losch-Garage abgerissen

Diese Halle hatte viele Namen. Eine Autohandelskette firmierte in ihr einst als „Garage Losch“, Lokalpolitiker nannten sie später – als sie leer stand – einen „Schandfleck“, das Künstlerkollektiv Cueva machte aus ihr das Projekt „Uecht“ und ein Investor wird dort nun sein Bauvorhaben unter der Marke „Portal Eent“ umsetzen.

Trotz dieser vielen Namen: Gemeint ist immer derselbe Ort mit derselben Halle. Und an der nagt dieser Tage der Abrissbagger.

Bei einer Bürgerversammlung hieß es vor Jahren – wohl scherzhaft – „Millionen Escher haben hier ihr erstes Auto gekauft“. Auch wenn man nicht Demografie studiert haben muss, um diese Zahl infrage zu stellen, so hatten viele Escher doch einen Bezug zu der Halle, von welcher aus das besagte Autohaus lange Jahre den lokalen Handel mitprägte.

Ein Ort der Kunst

Nach dem Umzug der Firma stand die Halle lange Jahre leer und ihr drohte der Verfall. Im Mai 2017 zog das Künstlerkollektiv Cueva ein. Genau wie derzeit beim Projekt Al Esch in den ehemaligen Lagerräumen des Kaufhauses Sichel (siehe LW vom 11. April), entstand so ein kurzlebiges Kunstprojekt.

Das alte Autohaus wurde nicht nur zur Galerie, nein, seine Wände selbst wurden zu Kunstwerken. Nicht zu vergessen ist auch das Projekt Mini-Uech, an dem im Juni 2017 rund 500 Kinder teilnahmen. Viele von ihnen hatten so ein erstes Mal Kontakt mit der Kunstszene und einige sollen sogar ein bleibendes Interesse am Schaffen von Kunst entwickelt haben.


Turm in Esch wird nicht gebaut
Nach den Streitigkeiten um das Escher Turmprojekt hat der Bauherr entschieden, das Bauprojekt nicht weiter zu verfolgen.

Doch wie alle Projekte dieser Art war auch dieses kurzlebig. Dieser Tage begann eine Abrissfirma mit ihrer Arbeit und in wenigen Tagen dürfte nichts mehr vom Autohaus zu sehen sein.

Nun wird dort das bereits erwähnte Bauvorhaben Portal Eent umgesetzt. Nachdem eine umstrittene Variante, die den Bau eines Turms vorsah, vom Bauherrn nach öffentlichem Druck zurückgezogen worden war, wird es nun eine engere Randbebauung geben. Auch eine ursprünglich vorgesehene Grünfläche wird ohne den Turm nun kleiner ausfallen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Turmprojekt wird zum Escher Zankapfel
Am Freitag soll im Escher Rathaus über das 70 Meter hohe Turmprojekt abgestimmt werden. Dabei muss die Koalition auch mit Opposition aus den eigenen Reihen rechnen.
Ein Escher Unikum
Künstler, Politiker, Pitcher-Gänger, Kollektiv Cueva oder früher auch Rouden Théid: Egal unter welcher Bezeichnung man ihn kennt, nach ein paar Schritten mit ihm durch die Uelzechtstrooss ist klar: In Esch gehört Théid Johanns zur Familie.
Künstler Théid Johanns in seinem Stammlokal Pitcher in Esch.
Eben mal das Dorf gepimpt
In Kahler stellt der junge Urban Art-Künstler Alain Welter seine Werke, größtenteils auf Häuserfassaden, aus.
Er hat Koler Kooler gemacht: Alain Welter