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„Der Traum von guten Jobs wird von der Regierung kaputt gemacht“
Lokales 1 2 Min. 28.04.2014

„Der Traum von guten Jobs wird von der Regierung kaputt gemacht“

Großer Andrang bei der Schülerdemo in der Hauptstadt

„Der Traum von guten Jobs wird von der Regierung kaputt gemacht“

Großer Andrang bei der Schülerdemo in der Hauptstadt
Foto: Maurice Fick
Lokales 1 2 Min. 28.04.2014

„Der Traum von guten Jobs wird von der Regierung kaputt gemacht“

Laut Polizei haben 10.000 Sekundar-Schüler gegen die geplanten Kürzungen der Studienbeihilfen protestiert. Das Streikkomitee spricht von 15.000 Teilnehmern. Die Kundgebung ist friedlich verlaufen.

(ml) - Laut Polizei haben 10.000 Sekundar-Schüler gegen die geplanten Kürzungen der Studienbeihilfen protestiert. Mit Trillerpfeifen, Megafonen und Parolen wie „ Meisch du Kluni, looss eis op d'Uni"  zogen die Jugendlichen durch die Straßen der Hauptstadt.

„Mir jäitzen haut, well de Meisch eis Bildung klaut. Mir jäitzen haut, well dir einfach Schäiss baut ", hieß es immer wieder in Sprechchören. „Wiem seng Bildung ?- eis Bildung ", riefen die Demonstranten. "Wiem seng Strooss ? - Eis Strooss“. Manche transportierten ihre eigenen Botschaften: “Claude mir wëssen, wou däin Auto steet ."

La-Ola-Wellen für Minister Claude Meisch

Nachdem die drei Schülergruppen auf der völlig überfüllten Place Clairefontaine eingetroffen waren, wurde die Stimmung mit La-Ola Wellen für den Minister Claude Meisch angeheizt. Die Reden fingen mit 20minütiger Verspätung an. Dabei wurde nicht mit Kritik an Minister Meisch gespart. Eine der zentralen Forderungen war, das Gesetzesprojekt 66 70 zurückzuziehen. Eine Regierung, die als erstes bei der Bildung spare, verspiele das ganze Vertrauen, sagte UNEL-Präsident Pol Reuter. Die geplante massive Kürzung der Studienbeihilfen sei eine indirekte Diskriminierung.

Die Jugend ist nicht für die Budget-Löcher verantwortlich

„Es wird an der falschen Stelle gespart ! Die Jugend ist nicht für die Budget-Löcher verantwortlich“, unterstrich Milena Steinmetzer (UNEL ) in ihrer beherzten Rede. Claude Meisch betreibe Desinformation. Von sozialen Beihilfen könne nicht die Rede sein.

Jean Wivenes ( Schülerkomitee LGL ) nahm kein Blatt vor den Mund: Der Traum von guten Jobs werde von dieser Regierung zerstört.

Sarah Diderich (Schülerkomitee LGL ) zeigte sich ebenfalls besorgt : „ Wenn unsere Studien geklaut werden, dann wird es für uns noch schwieriger eine gesicherte Zukunft zu haben“. Die Politiker hätten kein Problem damit, Studienbeihilfen zu kürzen, da sie nicht mehr in der Schule seien. Das Gesetzesprojekt schade nicht nur den Studenten, sondern auch der Wirtschaft und dem ganzen Land, so Sarah Diderich, die Minister Meisch einen Mangel an Dialog vorwirft.

Bis auf weiteres keine Verhandlungen mit Minister Claude Meisch

Das Streikkomitee erfuhr am Freitagmorgen, dass Minister Meisch eine neue Verhandlungsrunde für denselben Tag angeboten hat. Dazu sei man jedoch noch nicht bereit, sagte Pol Reuter. Die Streikinitiatoren wollen am 5. Mai über die weitere Vorgehensweise beraten. Man wolle auch nach dem Streik in den nächsten Tagen den Druck aufrecht erhalten, heißt es von Seiten der UNEL. Der Ball liege jetzt bei Claude Meisch. Ein ernsthafter Dialog sei nur möglich, wenn das Projekt vorest ausgesetzt wird. 

Keine nennenswerte Zwischenfälle

Die Protestkundgebung verlief in einer entspannten Atmosphäre. Ausschreitungen gab es nicht. Die Polizei, die vor Ort war, zeigte sich zurückhaltend. Mal abgesehen von mehreren Verkehrsbehinderungen, gab es keine größeren Zwischenfälle zu vermelden. Zwei Schüler, denen es übel geworden war, wurden in ein Krankenhaus gebracht.


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