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Experten erklären

Der Preis des Qualitätsjournalismus

22.09.2021

Roland Arens, Chefredakteur des „Luxemburger Wort“, erklärt die gesellschaftliche Bedeutung von Qualitätsjournalismus und warum dieser nicht umsonst sein kann.

Von Sibila Lind und Tammy Schmit

Für die vierte Episode unserer Serie „Was wollen Sie wissen?“ erläutert Roland Arens, Chefredakteur des „Luxemburger Wort“, die gesellschaftliche Bedeutung von Qualitätsjournalismus und warum dieser nicht umsonst sein kann. 

Das sagt der Experte:  

Keine demokratische Gesellschaft kann auf Journalismus verzichten. Journalismus hat einen Wert, kostet aber Geld und kann deshalb nicht umsonst angeboten werden, wenn sein Weiterbestehen gewährleistet werden soll. Das trifft auf fast alle freien Medien in Luxemburg und im Ausland zu. Die Arbeit, die Journalisten täglich leisten, wie das Sammeln, Aufbereiten und Gewichten von Informationen nach hohen professionellen Standards und auf allen Plattformen erfordert einen hohen zeitlichen und materiellen Aufwand, der refinanziert werden muss.

Das „Luxemburger Wort“ etwa hat eine Redaktion von 60 Journalisten, die sieben Tage die Woche und fast 365 Tage im Jahr tätig sind. Sie sorgen dafür, dass dem Leser täglich die neuesten Nachrichten in hoher Qualität zur Verfügung stehen, aber auch Hintergrundinformationen zu einer Vielzahl von Themen. Leser und Leserinnen erhalten so tiefe Einblicke in alle lokal und national wichtigen Themen.

Die Einführung einer „Paywall“, einer Bezahlschranke, hängt auch damit zusammen, dass nicht einerseits die gedruckte Zeitung kostenpflichtig ist und auf der anderen Seite Inhalte in digitaler Form kostenfrei erhältlich wären. Das „Luxemburger Wort“ hat seit 2015 eine Paywall. Ein digitales Abonnement mit Zugang zu allen Online-Artikeln des „Luxemburger Wort“ ist schon ab 5 Euro die Woche erhältlich. 

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