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Der Kugelschreiber aus der Micky Maus
Lokales 23.09.2022
Gazettchen

Der Kugelschreiber aus der Micky Maus

Lokales 23.09.2022
Gazettchen

Der Kugelschreiber aus der Micky Maus

Jean-Philippe SCHMIT
Jean-Philippe SCHMIT
Von absurd bis witzig: In der täglichen Glosse „Gazettchen“ erzählen „Wort“-Autoren von ihren Erlebnissen des Alltags. Heute geht es um die ersten Schreibversuche.

„Die meisten Kinder beginnen bereits im frühen Alter von vier Jahren damit, ihren Namen zu schreiben“, so lautet das Ergebnis einer Studie. Das zeichnerische Können sei in der Regel jedoch noch nicht sehr entwickelt. Beides ist richtig. 


Ein Sechsjähriger als Personal Trainer
In der täglichen Glosse „Gazettchen“ erzählen „Wort“-Autoren von ihren Erlebnissen des Alltags. Heute geht es um einen kleinen Schleifer.

Der Sohn ist vier Jahre alt und kann seinen Namen bereits schreiben. Am Anfang standen die Buchstaben manchmal Kopf oder waren spiegelverkehrt. Er versuchte mehrere Schreibweisen aus und ist immer noch nicht ganz mit der offiziellen einverstanden. 

Manchmal sind die Buchstaben zu groß geraten, oder das Papier zu klein, dann muss er den Namen in zwei Zeilen schreiben. Eines Tages entdeckte er Mamas Etikettiermaschine und druckte sich sogleich mehrere klebrige Namensschilder aus. Er wollte damit seine liebsten Gegenstände bekleben und war gar nicht erfreut, als man es ihm verbot. 

Damals bestand die Geheimtinte aus Zitronensaft, das magische Licht war Mamas Bügeleisen. 

Im Micky Maus-Magazin gab es vor Kurzem einen Kugelschreiber mit Geheimtinte und ein magisches Licht als Zugabe dazu. Das Prinzip ähnelt der Detektivtinte aus Papas Kindheit. Damals bestand die Geheimtinte aus Zitronensaft, das magische Licht war Mamas Bügeleisen

Der Kugelschreiber aus der Micky Maus funktioniert deutlich besser. Die Schrift ist tatsächlich unsichtbar, nur mit dem magischen UV-Licht kann man sie lesen. Als Sohnemann das verstanden hatte, wurde es auffallend ruhig. Er verließ den Raum, ohne über seine Pläne Bescheid zu geben. 

Nach einer Weile tauchte er wieder auf und meinte, der Kuli würde nicht mehr funktionieren. Nach einem längeren Gespräch stellte sich heraus, dass er das nachholte, was man ihm mit den Namensstickern verboten hatte. Seither sind mehrere Objekte in unserer Wohnung mit einem unsichtbaren Namenszug versehen. 

Hier finden Sie die gesammelten Gazettchen-Kolumnen. 

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