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Der Kommentar: Gemeinsam gegen Extremisten
Lokales 07.07.2014 Aus unserem online-Archiv

Der Kommentar: Gemeinsam gegen Extremisten

Lokales 07.07.2014 Aus unserem online-Archiv

Der Kommentar: Gemeinsam gegen Extremisten

Zwei Dinge sagte man uns von Anfang an, als wir mit unseren Recherchen zum Thema Dschihadismus in Luxemburg begannen: erstens, dass die überwiegende Mehrheit unserer muslimischen Mitbürger ausgezeichnet integrierte, friedliebende Bürger sind, die nicht nur jede Form von Gewalt oder Hass strikt ablehnen, sondern wie alle modernen, aufgeklärten Muslime als große Sünde ansehen. Zweitens, dass es eine kleine, aber nicht zu vernachlässigende Gruppe radikaler Islamisten gibt, die nicht nur Hass gegen Andersdenkende propagiert, sondern als sehr gefährlich anzusehen ist.

Zwei Dinge sagte man uns von Anfang an, als wir mit unseren Recherchen zum Thema Dschihadismus in Luxemburg begannen: erstens, dass die überwiegende Mehrheit unserer muslimischen Mitbürger ausgezeichnet integrierte, friedliebende Bürger sind, die nicht nur jede Form von Gewalt oder Hass strikt ablehnen, sondern wie alle modernen, aufgeklärten Muslime als große Sünde ansehen. Zweitens, dass es eine kleine, aber nicht zu vernachlässigende Gruppe radikaler Islamisten gibt, die nicht nur Hass gegen Andersdenkende propagiert, sondern als sehr gefährlich anzusehen ist. Blinde Fanatiker, die sich mit ihrer menschenverachtenden Weltanschauung nicht nur innerhalb ihrer eigenen Religionsgemeinschaft isoliert haben, sondern auf morbide Art und Weise den Tod zweier Gefährten als Sieg über die vermeintlichen Ungläubigen feiern – in einem fernen Krieg, den sie für den ihren halten, von dem sie aber wissen sollten, dass sie als Stellvertreter für Parteien kämpfen, denen Religion eben so wenig bedeutet wie Menschenleben dies tun. Die muslimische Gemeinschaft in Luxemburg ist dabei, ein fester Bestandteil der Gesellschaft zu werden und macht dabei die schmerzhafte Erfahrung, wie gefährlich es ist, Probleme stillzuschweigen – aus Angst, Vorurteile zu nähren. Uns wurde gesagt, man trauere um die beiden in Syrien ums Leben gekommenen jungen Männer wie um „eigene Kinder“. Ganz Luxemburg sollte dies tun, denn nur wenn wir alle gemeinsam Verantwortung tragen, haben mörderische Ideologien keine Chance.

Von Steve Remesch und Michel Thiel