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Der Kampf um Talente ist eröffnet
Lokales 15.03.2012

Der Kampf um Talente ist eröffnet

Junge Talente sind gefragt - Luxemburg will im Wetrennen um kluge Köpfe mitmischen.

Der Kampf um Talente ist eröffnet

Junge Talente sind gefragt - Luxemburg will im Wetrennen um kluge Köpfe mitmischen.
Uni Luxemburg
Lokales 15.03.2012

Der Kampf um Talente ist eröffnet

Aufstrebende Wissenschaftler aus dem Ausland sollen die Luxemburger Forschungslandschaft bereichern. Der "Fonds National de la Recherche" versucht deshalb gezielt, Talente in anderen europäischen Ländern anzuwerben. Doch auch einheimische Jugendliche sollen für Natur und Technik begeistert werden.

(vb) – Aufstrebende Wissenschaftler aus dem Ausland sollen die Luxemburger Forschungslandschaft bereichern. Der "Fonds National de la Recherche" versucht deshalb gezielt, Talente in anderen europäischen Ländern anzuwerben. Doch auch einheimische Jugendliche sollen für Natur und Technik begeistert werden.

Seit seiner Gründung1999 hat sich der FNR zum Ziel gesetzt, die Wissenschaftsszene im Großherzogtum auszubauen und zu beleben. "Wir haben vieles geleistet, um unsere Mission zu erfüllen", resümiert Romain Henrion, der nach zehnjähriger Amtszeit seine Präsidentschaft beendet hat.

In letzter Zeit hat sich die FNR ganz dem "War for Talents" – der Konkurrenz der einzelnen Länder um exzellente Wissenschaftler – verschrieben. So konnten mit öffentlichen Geldern zwei Nachwuchskräfte nach Luxemburg gelockt werden: Der deutsche Materialwissenschaftler Andreas Michels und der Luxemburger Biologe Paul Wilmes, der von einer US-Elite-Uni zurück in die Heimat kommt. Befristet auf jeweils fünf Jahre wird ihre Tätigkeit mit 2,5 Millionen Euro gefördert.

Insgesamt 8,3 Millionen Euro lässt sich der FNR die Anwerbung von erfahrenen Forschern mitsamt ihren Mitarbeitern kosten. So konnte Professor Erik Proper, ein Experte für Unternehmensführung, für das CRP Henri Tudor und der Zellforscher Professor Bruno Domon für das CRP Santé gewonnen werden.

Um nicht nur Forscher aus anderen Ländern abzuziehen, engagiert sich der FNR verstärkt in der Jugendarbeit. Mit der populären Figur "Mr Science" sollen Kinder und Jugendliche einen Zugang zu Naturwissenschaften bekommen. In Fernseh- und Radiosendungen beantwortet die Figur naturwissenschaftliche Fragen und verleiht der oft trockenen Materie ein lebendiges Gesicht.

Klima komplett gewandelt

Pierre Decker vom Wissenschaftsministerium unterstrich, wie wichtig diese Initiative sei. Das Klima habe sich europaweit schon sehr zugunsten der Forschung gewandelt. Die Mehrzahl der Bürger interessiere sich für naturwissenschaftliche Themen und sei darüber gut informiert.

Der neu ernannte FNR-Präsident Yves Elsen pochte darauf, in Zukunft verstärkt auf Qualität der unterstützten Forschungsprojekte zu achten. Dies könne durchaus dazu führen, dass in manchen Jahren zur Verfügung stehende Beihilfen mangels aussichtsreicher Projekte nicht vergeben würden. Trotzdem sei dies der richtige Weg, meinte Elsen und stellte klar: "Forschung ist kein Selbstzweck. Sie soll zur Stärkung der Wirtschaft und zum Wohl der Gesellschaft beitragen."