Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Der Geheimdienst als Autohändler
Luxuslimousinen aus Bayern hat der SREL mit hohem Rabatt gekauft und wenig später wieder verkauft.

Der Geheimdienst als Autohändler

Foto: AP
Luxuslimousinen aus Bayern hat der SREL mit hohem Rabatt gekauft und wenig später wieder verkauft.
Lokales 17.05.2013

Der Geheimdienst als Autohändler

Im Dossier Srel tauchen immer mehr Ungereimtheiten auf. Wie die Wochenzeitung „Lëtzebuerger Land“ am Freitag berichtet, war der Geheimdienst zumindest zeitweise als „Autoverkäufer“ tätig.

(DS) - Im Dossier Srel tauchen immer mehr Ungereimtheiten auf. Wie die Wochenzeitung „Lëtzebuerger Land“ am Freitag berichtet, war der Geheimdienst zumindest zeitweise als „Autoverkäufer“ tätig.

Deutsche Luxusautos seien zu einem stark verbilligten Preis angeschafft worden, dann aber recht bald wieder verkauft worden. Die Rede geht von einem Rabatt von 40 Prozent auf den Listenpreis. Von den sechs Nobelkarossen aus Bayern sei nur ein Wagen länger im Einsatz gewesen, die anderen fünf wurden recht bald weiterverkauft. Die Käufer waren dem „Land“ zufolge hohe, meist britische Funktionäre. Sie sollen die Autos ebenfalls zum verbilligten Tarif erhalten haben, die Rede geht von 20 Prozent unter dem realen Wert.

Der Srel erklärt das Ganze damit, dass die Autos „verbrannt“ waren, das heißt, sie waren als Autos des Geheimdienstes enttarnt worden.

Wer kassierte den Gewinn?

Die Wochenzeitung wirft nun die Frage auf, wer von den erzielten „Gewinnen“ profitierte. Salopp ausgedrückt: Landete das Geld auf Privatkonten oder floss es in die Kassen des Srel?

Laut dem „Lëtzebuerger Land“ hatte Premierminister Juncker als oberster Dienstherr des Geheimdienstes Kenntnis von den Transaktionen. Als die Missstände bekannt wurden, sei ein Disziplinarverfahren in die Wege geleitet worden und der betroffene Mitarbeiter sei versetzt worden.