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Der Frühling lässt auf sich warten
Lokales 2 Min. 04.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Der Frühling lässt auf sich warten

Die Natur erwacht langsam, dennoch war im März die Winterjacke meist noch angesagt.

Der Frühling lässt auf sich warten

Die Natur erwacht langsam, dennoch war im März die Winterjacke meist noch angesagt.
Foto: Anouk Antony
Lokales 2 Min. 04.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Der Frühling lässt auf sich warten

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Kühl, wenig sonnig, aber auch recht trocken. Der März wusste wettertechnisch nicht ganz zu überzeugen. Besserung ist allerdings in Sicht. Am Wochenende könnte die 20-Grad-Marke erstmals in diesem Jahr erreicht werden.

Eigentlich hat das Frühjahr für die Wetterexperten bereits am 1. März begonnen. Eigentlich. Denn so richtig frühlingshaft zeigte sich das Wetter bisher kaum. Vielmehr war der März in Luxemburg deutlich kühler und sonnenscheinärmer, als dies zu erwarten war. Dies ist der Monatsbilanz des staatlichen Wetterdienstes Meteolux zu entnehmen.

Im Schnitt wurden an der Wetterstation in Findel im vergangenen Monat 3,7 Grad Celsius gemessen. Dies sind exakt 1,5 Grad weniger als im langjährigen Mittel der Jahre 1981 bis 2010. Maßgeblichen Anteil daran hatte der kalte Start in den Monat. Am 1. März sank die Temperatur bis auf -8,1 Grad, ein absoluter Tiefstwert für den Monat. Auch an den beiden folgenden Tagen sowie gegen Mitte des Monats wurden Werte unter dem Gefrierpunkt registriert. Solch niedrige Temperaturen sind im März allerdings alles andere als unüblich. Im März 1971 wurden in Findel -14,4 Grad gemessen, 2013 immerhin -10,9 Grad. Dies war damals der kälteste Tag des Winters.

Zwölf Tage ohne Sonnenschein

Doch in den vergangenen Wochen war es nicht immer nur kalt. Mit 12,5 Grad war es am 25. März richtig angenehm. Es war der wärmste Tag des Monats und auch einer der sonnenscheinreichsten. 7,2 Stunden ließ sich die Sonne blicken. Nur am 24. (10,6 Stunden) und 21. März (11,2) war dies länger der Fall.

Insgesamt wurden im März in Findel 78,3 Sonnenstunden registriert. Dies sind fast 50 Stunden weniger als jene 125,1, die dem langjährigen Schnitt zufolge zu erwarten gewesen wären. An ganzen zwölf der 31 Tage vermochte es die Sonne nicht, sich einen Weg durch die Wolkendecke zu verschaffen. Dem 30-jährigen Mittel nach sollte dies im März nur an 6,7 Tagen der Fall sein.


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Ob eisig, heiß, stürmisch oder nass: In den vergangenen 70 Jahren wurden in Findel so einige extreme Wetterphänomene gemessen. Der staatliche Wetterdienst hat sie alle festgehalten.

Überdurchschnittlich oft machte sich in den vergangenen Wochen hingegen Nebel über Luxemburg breit. An zwölf Tagen wurden insgesamt 46,2 Stunden verzeichnet. Zum Vergleich: Normalerweise werden im März 16,5 Stunden Nebel, aufgeteilt auf 4,8 Tage, gemessen.

Unterdessen war es jedoch wie bereits im Februar, auch im vergangenen Monat trockener, als dies der Fall hätte sein können. 46,4 Liter pro Quadratmeter entsprechen nur rund zwei Drittel der 69,1 Liter, die im langjährigen Mittel gemessen wurden.

Dennoch regnete es recht häufig. 18 Tage mit Niederschlag sind deren zwei mehr als üblich. Schneetage wurden in Findel unterdessen acht gezählt, fast doppelt so viele als gewohnt. Eine maximale Schneedecke von drei Zentimetern Höhe wurde am 2. März verzeichnet.

20 Grad in Sicht

In den kommenden Tagen wird das Frühjahr einen neuen Anlauf unternehmen. Während am Mittwoch noch mit Regen zu rechnen ist, soll es ab Donnerstagnachmittag wieder trockener werden. Allerdings bleibt es mit maximal zehn Grad Celsius recht kühl. Ab Freitag steigen die Temperaturen dann jedoch an. Am Wochenende könnten laut aktueller Voraussage von Meteolux gar 20 Grad Celsius erreicht werden. Dazu soll es bis Sonntagnachmittag auch sonnig bleiben.


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