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Der blaue Sack kann künftig mehr
Lokales 2 Min. 08.10.2019

Der blaue Sack kann künftig mehr

In vorerst 48 Gemeinden dürfen in Zukunft auch Plastikbecher, -töpfe, -tüten und -schalen über den blauen Sack entsorgt werden.

Der blaue Sack kann künftig mehr

In vorerst 48 Gemeinden dürfen in Zukunft auch Plastikbecher, -töpfe, -tüten und -schalen über den blauen Sack entsorgt werden.
Foto: Lex Kleren
Lokales 2 Min. 08.10.2019

Der blaue Sack kann künftig mehr

Diane LECORSAIS
Diane LECORSAIS
In 48 Gemeinden des Landes dürfen fortan auch Joghurtbecher, Plastikschalen und -tüten über die "Blo Tut" entsorgt werden. In einer späteren Phase soll diese Neuerung landesweit gelten.

Seit 1996 gehört sie in jedem Haushalt dazu - die "Blo Tut" von Valorlux, die alle zwei Wochen eingesammelt wird und in der man Plastikflaschen, Dosen sowie Getränkekartons bequem entsorgen und auf den Weg in die Recyclinganlage schicken kann. Verpackungen wie Joghurtbecher waren bislang im blauen Sack jedoch tabu - doch das wird sich nun für viele Bürger ändern. 

In 48 Gemeinden des Landes - sämtliche vom Abfallsyndikat Sidec bedienten Kommunen, überwiegend im nördlichen Teil des Landes, sowie die Gemeinden Differdingen und Bad Mondorf - können fortan nämlich noch weitere Verpackungsmaterialien in den blauen Sack geworfen werden: Plastiktüten und -folien, Plastikbecher, Schalen und Töpfe. "Wir wollen der Nachfrage der Bürger, mehr Abfall trennen zu können, endlich nachkommen und ihnen das Leben einfacher machen", so Valorlux-Direktor Claude Turping. 

Was gehört hinein und was nicht? Neben Plastikflaschen und -flakons, Aluminiumschalen, Dosen und Tetrapaks dürfen in den neuen blauen Sack auch Plastiktüten, Kunststofffolien, -becher, -schalen und -töpfe.
Was gehört hinein und was nicht? Neben Plastikflaschen und -flakons, Aluminiumschalen, Dosen und Tetrapaks dürfen in den neuen blauen Sack auch Plastiktüten, Kunststofffolien, -becher, -schalen und -töpfe.
Grafik: Valorlux

Möglich ist dies, weil das Sortierzentrum, mit dem Valorlux zusammenarbeitet, kürzlich modernisiert wurde und nun zusätzliche Verpackungsarten voneinander unterscheiden kann. Das Trennen funktioniere einwandfrei, wie Claude Turping erklärt, eine erste Bilanz habe hervorragende Ergebnisse geliefert. Bei einem Pilotprojekt mit den neuen blauen Säcken in den Gemeinden Differdingen, Helperknapp und Bad Mondorf, das im März dieses Jahres lanciert worden war, habe sich demnach gezeigt, dass dank des erweiterten Angebots 15,9 Prozent mehr Verpackungen eingesammelt werden konnten, derweil der Anteil an Reststoffen, die eigentlich nicht in die "Blo Tut" gehören, um 24,7 Prozent zurückgegangen sei.


Egal ob blau oder grün: Wichtig ist laut Alain Heinen von Valorlux, dass sämtliche Verpackungen, die in den 
Tüten entsorgt werden, leer sind. Groß ausgespült werden müssen sie allerdings nicht. Die Verschlüsse können mit in den blauen – oder grünen – Sack.
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Dank dieser positiven Erfahrungswerte kommen die neuen Modelle ab sofort auch in sämtlichen Sidec-Gemeinden zum Einsatz. In einer späteren Phase soll die verbesserte "Blo Tut" dann im ganzen Land eingeführt werden - Valorlux habe bereits einen entsprechenden Antrag beim Umweltamt eingereicht und wartet nun auf die Genehmigung. 

Neben dem bisherigen blauen Sack und dem nun lancierten neuen Modell wird in einigen Gemeinden indes weiterhin der grüne Sack (alte "Blo Tut" und Plastiktüten und -folien) angeboten. Langfristig soll jedoch auch er durch die neue Variante der Blo Tut ersetzt werden. 

Im Jahr 2018 hat Valorlux insgesamt 9.209 Tonnen Verpackungsmüll über den blauen und den grünen Sack eingesammelt - sprich ganze 15,58 Kilogramm pro Einwohner.



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