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Denkmalgeschütztes Herrenhaus im neuen Gewand
Lokales 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

Denkmalgeschütztes Herrenhaus im neuen Gewand

Das Schloss Colpach früher (oben) und heute: Das denkmalgeschützte Herrenhaus soll wieder in altem Glanz erstrahlen.

Denkmalgeschütztes Herrenhaus im neuen Gewand

Das Schloss Colpach früher (oben) und heute: Das denkmalgeschützte Herrenhaus soll wieder in altem Glanz erstrahlen.
Foto: Charles Reiser
Lokales 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

Denkmalgeschütztes Herrenhaus im neuen Gewand

Das Schloss Colpach an der belgischen Grenze bei Redingen hat eine stolze Geschichte. Als Kulturzentrum des Stahlindustriellen Emile Mayrisch errang es Berühmtheit. Nun beklagt ein Abgeordneter, das historische Bauwerk befinde sich in einem "desaströsen Zustand".

(vb) – Das Schloss Colpach an der belgischen Grenze bei Redingen hat eine stolze Geschichte. Als Kulturzentrum des Stahlindustriellen Emile Mayrisch errang es Berühmtheit. Nun beklagt ein Abgeordneter, das historische Bauwerk befinde sich in einem "desaströsen Zustand".

Der Befund des Parlamentariers Fernand Kartheiser (ADR) liest sich wie eine Abrechnung: Dem 1747 direkt an der belgischen Grenze gebauten Herrenhaus habe der Zahn der Zeit arg zugesetzt. "Man hat den Eindruck, dass der Eigentümer sich in keiner Weise um das Schloss kümmert", bilanziert Kartheiser in einer parlamentarischen Anfrage und findet, dass das Schloss und der umliegende Park einen katastrophalen Anblick bieten.

Ganz anders stellt sich die Lage des Schlosses, das seit 1947 dem Roten Kreuz gehört und als Erholungsheim genutzt wird, in der Antwort des Gesundheitsministeriums dar. "Das Schloss befindet sich keineswegs im Zustand des Verfalls", heißt es von Minister Di Bartolomeo. Vielmehr hätten komplexe Restaurierungsarbeiten begonnen.

Schon seit vergangenem Jahr dient das denkmalgeschützte Herrenhaus nicht mehr als Unterkunft für die Erholungssuchenden. Das Rote Kreuz hat den Betrieb in neue, angrenzende Gebäude verlegt, so dass Schloss Colpach seither nicht mehr benutzt wird. Die kunstvollen Möbel wurden in einem Lager untergebracht, die schützenswerte verzierte Steintreppe wurde eingepackt.

Das Schloss wird grundlegend aufpoliert

Nach dem Winter sollen umfangreiche Baurbeiten beginnen. So wird zum Beispiel ein Anbau abgerissen, in dem die Küche des Heims untergebracht war. Außerdem soll der östliche Teil komplett restauriert werden. Ein Schmuckstück des Schlosses ist die steinerne Glyzinie auf der Südfassade, die fachgerecht bearbeitet wird.

Nach der Renovierung sollen die geschichtsträchtigen Gemäuer teilweise wieder für das Erholungsheim benutzt werden. Also, so lässt sich die Antwort des Ministeriums zusammenfassen, wird das Schloss nicht dem Verfall preisgegeben sondern grundlegend aufpoliert.