Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Dem Stau geht das Wasser aus
Lokales 09.01.2017 Aus unserem online-Archiv
Ungewöhnlich niedriger Pegelstand

Dem Stau geht das Wasser aus

Der Wasserspiegel des Obersauer-Stausees ist so tief wie seit über 17 Jahren nicht mehr.
Ungewöhnlich niedriger Pegelstand

Dem Stau geht das Wasser aus

Der Wasserspiegel des Obersauer-Stausees ist so tief wie seit über 17 Jahren nicht mehr.
Foto: Nico Muller
Lokales 09.01.2017 Aus unserem online-Archiv
Ungewöhnlich niedriger Pegelstand

Dem Stau geht das Wasser aus

Nico MULLER
Nico MULLER
In diesem Jahrtausend sank der Wasserspiegel des Stausees noch nie auf einen so tiefen Stand wie derzeit. Ist die Trinkwasserversorgung allmählich gefährdet?

(NiM) - Nach den verhältnismäßig wenigen Niederschlägen in den vergangenen Monaten hat der Obersauer-Stausee mittlerweile einen ungewöhnlich tiefen Pegelstand erreicht. Zum 1. Januar war die Wasseroberfläche auf eine Höhe von 313,31 Meter über dem Meeresspiegel gesunken, was mehr als 1,5 Meter weniger sind als normal zu diesem Zeitpunkt im Jahr, wie Sebes-Direktor Georges Kraus bestätigt.

Zurzeit hat sich der Wasserspiegel rund 1,5 Meter tiefer eingependelt, als dies normalerweise zu dieser Jahreszeit der Fall ist.
Zurzeit hat sich der Wasserspiegel rund 1,5 Meter tiefer eingependelt, als dies normalerweise zu dieser Jahreszeit der Fall ist.
Foto: Christiane Speyer

Um Reserven zu haben, falls Hochwasser kommt, lässt man den Wasserspiegel in den Wintermonaten allerdings auch nicht über einen Stand von 317 Meter ü.d.M. ansteigen. Erst ab dem 1. April wird dann wieder mehr Wasser aufgestaut, und zwar bis zu einem maximalen Stand von 320 Meter ü.d.M.

Überlaufen würde der Stausee, der rund 60 Mio Kubikmeter fasst, übrigens erst bei einem Pegelstand von 323 Meter ü.d.M. Hierfür fehlen also im Moment rund zehn Meter.

Dass sich derzeit so wenig Wasser im Stausee befindet, ist schon selten. In diesem Jahrtausend sei dies noch nicht der Fall gewesen, verrät Georges Kraus. Allerdings bestehe noch kein Grund zur Sorge, präzisiert der Sebes-Direktor. Echte Probleme mit der Trinkwasserversorgung könne es erst im Mai geben, falls es bis dahin überhaupt nicht mehr regnen würde...

An den Brückenpfeilern sowie der Uferböschung erkennt man leicht, wie hoch das Wasser im Normalfall steht
An den Brückenpfeilern sowie der Uferböschung erkennt man leicht, wie hoch das Wasser im Normalfall steht
Foto: Nico Muller



Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Dass der Stausee Niedrigwasser führt, kommt immer öfter vor. Die Trockenheit des vergangenen Sommers, in dem es 20 Wochen lang quasi keinen Niederschlag gab, schuf rund um das nationale Trinkwasserreservoir teilweise bizarre Landschaften.