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Déi Lénk Stad: "Es muss gehandelt werden"
Lokales 2 Min. 25.09.2020

Déi Lénk Stad: "Es muss gehandelt werden"

Die Déi Lénk Stad fordern erschwinglichen Wohnraum, mehr Bürgerbeteiligung und eine bessere Integration der sanften Mobilität.

Déi Lénk Stad: "Es muss gehandelt werden"

Die Déi Lénk Stad fordern erschwinglichen Wohnraum, mehr Bürgerbeteiligung und eine bessere Integration der sanften Mobilität.
Foto: Gerry Huberty
Lokales 2 Min. 25.09.2020

Déi Lénk Stad: "Es muss gehandelt werden"

Nadine SCHARTZ
Nadine SCHARTZ
Déi Lénk Stad sind alles andere als zufrieden mit der Politik der DP-CSV-Mehrheit im hauptstädtischen Gemeinderat. Gleich in mehreren Bereichen sehen sie dringenden Handlungsbedarf.

„Das, was in der Hauptstadt in puncto Wohnungsbau passiert, ist ein reines Fiasko. Es werden fast nur noch Luxuswohnungen und Büros  realisiert“, so die deutlichen Worte von Ratsmitglied Guy Foetz bei der „Rentrées“-Pressekonferenz von Déi Lénk Stad. „Dabei entstehen ganze Viertel ohne Herz und Seele“, erklärte Foetz. 

Allerdings sei es wichtiger denn je, in erschwinglichen Wohnraum zu investieren. Insbesondere die DP hätte den Bauträgern und Spekulanten freie Hand gelassen und dabei den sozialen Wohnungsbau auf ein bis zwei Prozent der Wohnfläche verkümmern gelassen. Unverständlich sei es demnach, dass nun auch auf der Stäreplaz weitere Apartments für Reiche sowie Büroflächen entstehen sollen. 

Projekte für die Gesellschaft statt für Reiche

Auch in puncto Postgebäude hätte die Stadt anders handeln müssen, betonte Ratsmitglied David Wagner. Statt dort ein Hotel zu befürworten, hätte man Räumlichkeiten für die Bürger, für Nichtregierungsorganisationen oder Wohnungen schaffen können. „Es wird Zeit, dass im Stadtzentrum Projekte entstehen, die der Gesellschaft zugutekommen und nicht nur den Reichen“, so Wagner. 

Im Vergleich zum Ausland hätte die Stadt zudem verpasst, die sanfte Mobilität verstärkt zu fördern und die Autos aus dem Stadtkern zu bekommen, unterstrich Michel Erpelding. Nun herrsche dringender Handlungsbedarf, um mehr Raum für den öffentlichen Transport und die sanfte Mobilität zu schaffen. In diesem Zusammenhang fordern Déi Lénk Stad ein kohärentes und vollständiges Radwegenetz. „Es kann nicht sein, dass die Strecken nur etappenweise statt als Einheit geplant werden“, betonte Erpelding. 

Doch damit nicht genug: Laut Ana Correia Da Veiga müsse der Akzent verstärkt auf die Bürgerbeteiligung gelegt werden. Dies sei die beste Möglichkeit, alle Bürger – darunter auch die 70 Prozent der Einwohner, die nicht wahlberechtigt sind – in die Entwicklung der Stadt einzubeziehen. Anders als dies bis dato der Fall ist, sollte man die Bürger nicht erst vor fast vollendete Tatsachen stellen, sondern sie von Anfang an in den Planungsprozess von Projekten einbeziehen.

Ana Correia Da Veiga wird die Nachfolgerin von David Wagner im Gemeinderat in Luxemburg-Stadt.
Ana Correia Da Veiga wird die Nachfolgerin von David Wagner im Gemeinderat in Luxemburg-Stadt.
Foto: Gerry Huberty

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Die Sektionsmitglieder nutzten bei der Pressekonferenz auch die Gelegenheit, einen Wechsel im Gemeinderat bekanntzugeben. Laut dem Rotationsprinzip von Déi Lénk wird Ana Correia Da Veiga am Montag den Posten von David Wagner übernehmen. Bei den Kommunalwahlen 2017 war sie als Viertgewählte mit 2.134 und damit zehn Stimmen hinter dem Drittgewählten Guy Foetz hervorgegangenen. Dieser hat bereits im Oktober 2019 die Nachfolge von Joël Delvaux angetreten.  

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