Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Déi Gréng sehnen sich nach bildungspolitischer Verantwortung
Lokales 2 Min. 13.09.2013

Déi Gréng sehnen sich nach bildungspolitischer Verantwortung

"Die Sekundarreform geht nicht weit genug", sagen Déi Gréng.

Déi Gréng sehnen sich nach bildungspolitischer Verantwortung

"Die Sekundarreform geht nicht weit genug", sagen Déi Gréng.
Foto: Marc Wilwert
Lokales 2 Min. 13.09.2013

Déi Gréng sehnen sich nach bildungspolitischer Verantwortung

Seit neun Jahren führt Mady Delvaux (LSAP) das Bildungsministerium. In Kürze werden die Karten neu gemischt. Die Grünen hoffen, in die Regierung zu kommen und sind nicht abgeneigt, das Bildungsressort zu übernehmen.

(mig) - Seit neun Jahren führt Mady Delvaux (LSAP) das Bildungsministerium. In Kürze werden die Karten neu gemischt. Die Grünen hoffen, in die Regierung zu kommen und sind nicht abgeneigt, das Bildungsressort zu übernehmen. Das sagte am Freitag die grüne Abgeordnete Viviane Loschetter bei einer Pressekonferenz zur Schulrentrée.

Die Grünen sind der Ansicht, dass ihre Sicht auf die Probleme und Herausforderungen im Schulwesen sich weitgehend mit den Ansichten der aktuellen Amtsinhaberin decken. Mady Delvaux erntete Lob für ihr Engagement und ihren Reformmut. Es gebe kein Zurück, meinte der bildungspolitische Sprecher und Abgeordnete Claude Adam, weder bei der Grundschul- noch bei der Sekundarreform. Letztere geht den Grünen nicht weit genug.

Doch ganz kritiklos blieb der Kommentar zur bildungspolitischen Regierungsarbeit dann doch nicht. Adam bedauerte, dass die LSAP sich als einzige Partei nicht für den Schuldirektor ausgesprochen hat. Ein noch nicht gelöstes und drängendes Problem sei die Vereinfachung der "Bilans" in der Grundschule, die verständlicher werden müssten, für Eltern und Schüler.

In der Frage des Religions- und Werteunterrichts sei man keinen Schritt weitergekommen, meinte Adam. Hier sprechen sich die Grünen für zwei mögliche Lösungen aus. "Entweder wird die öffentliche Schule für alle Glaubensrichtungen geöffnet oder aber sie wird zu einem konfessionell neutralen Raum", so Claude Adam.

Der Mangel an Sekundarlehrern veranlasste die Grünen dazu, sich über die Attraktivität des Lehrsberufs Gedanken zu machen. An der Bezahlung könne es nicht liegen, so Adam. Er äußerte die Vermutung, dass der Mangel mit dem Schwierigkeitsgrad des Examen-Concours, mit der Orientierung zum Lehrberuf bzw. mit den beruflichen Anforderungen zu tun haben könnte.

Ganz dringenden Handlungsbedarf sehen die Grünen bei der Handhabung der Sprachenproblematik in der Grundschule und im Secondaire. Sie erwarten größere Flexibilität beim Sprachenunterricht, vor allem im Secondaire classique. Handlungsbedarf auch in den Bereichen schulische und berufliche Orientierung, Schulabbrecher und Berufsausbildung.

Eine weitere Herausforderung liegt den Grünen zufolge in der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, vor allem bei den Jugendlichen. Hier vermissen die Grünen eine stärkere Zusammenarbeit zwischen den involvierten Ministerien.

 


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Dossier: Alles rund um die Wahl
Am 20. Oktober haben die Luxemburger gewählt. In diesem ständig aktualisierten Dossier finden Sie alles Wissenswerte rund um die Wahl.
Lust auf noch mehr Wort?
Lust auf noch mehr Wort?
7 Tage gratis testen
E-Mail-Adresse eingeben und alle Inhalte auf wort.lu lesen.
Fast fertig...
Um die Anmeldung abzuschließen, klicken Sie bitte auf den Link in der E-Mail, die wir Ihnen gerade gesendet haben.