Déi Gréng Echternach

Raymond Becker verzichtet auf kommunales Mandat

Der 64-Jährige legt auch Ämter beim Stadtmarketing und Tourismussyndikat nieder

(asc) - Paukenschlag in der Abteistadt: Der Spitzenkandidat von "Déi Gréng", Raymond Becker, nimmt sein Mandat im Gemeinderat der Abteistadt nicht an und zieht einen Schlussstrich unter seine politische Karriere.

Raymond Becker saß sechs Jahre für "Déi Gréng" in Echternach auf der Oppositionsbank.
Raymond Becker saß sechs Jahre für "Déi Gréng" in Echternach auf der Oppositionsbank.
Foto: Nadine Schartz

Gleichzeitig legt er seine Ämter beim Echternacher "Syndicat d'initiative et du tourisme" und bei der Stadtmarketing-Initiative nieder.

Ich stelle fest, dass mein Engagement in der Kommunalpolitik sowie in der kulturellen und touristischen Entwicklung der Abteistadt vom Wähler nicht wirklich anerkannt wurde."

Es gebe mehrere Gründe, die ihn zu dieser Entscheidung bewogen hätten, sagte Raymond Becker auf Nachfrage hin: "Ich stelle fest, dass mein Engagement in der Kommunalpolitik sowie in der kulturellen und touristischen Entwicklung der Abteistadt vom Wähler nicht wirklich anerkannt wurde."

Denn obwohl er in Echternach bei den diesjährigen Kommunalwahlen als Spitzenkandidat von "Déi Gréng" angetreten war, kam Raymond Becker mit 663 Stimmen nur auf den zweiten Platz hinter seinem Fraktionskollegen Max Pesch (691 Stimmen).

"Alle bisherigen Gemeinderatsmitglieder, die wieder kandidiert hatten, haben alle mehr Stimmen bekommen als bei den Wahlen von 2011, weil es diesmal einige Listen weniger gab. Im Vergleich zu 2011 erhielt ich allerdings rund zehn Prozent weniger Wählerstimmen. Mit meiner Stimmenzahl hätte ich also keinen Anspruch auf einen Schöffenposten erheben können", bedauerte Raymond Becker.

Bei den Wahlen von 2011 hatten "Déi Gréng" einen Senkrechtstart hingelegt und hatten gleich drei Mandate errungen. Die drei Räte von "Déi Gréng" waren damals Carole Dieschbourg, Raymond Becker und Max Pesch. Nach dem Einzug von Carole Dieschbourg in die Regierung nahm Marcel Fellerich neben Raymond Becker und Max Pesch Platz auf der Oppositionsbank.

Raymond Becker wird auch den Vorsitz des "Syndicat d'initiative et du tourisme" der Abteistadt abtreten. Seit dem Jahr 2012 trug er in dieser Eigenschaft zur touristischen Entwicklung seiner Wahlheimat bei. Und im Zuge der Bemühungen, um die touristische Attraktivität der Sauerstadt Echternach zu steigern, hatte Raymond Becker im Jahr 2014 die Gründung einer Stadtmarketinginitiative angeregt.

Als Präsident des Tourismussyndikats war Raymond Becker denn auch zusammen mit Bürgermeister Yves Wengler (CSV) und Ralf Britten, Direktor des Kultur- und Kongresszentrums, Mitglied im Exekutivbüro des Echternacher Stadtmarketings.

In einem Schreiben bedauern "Déi Gréng Eechternoach" am Donnerstag Raymond Beckers Entscheidung. Nichtsdestotrotz stehe das Team hinter Beckers Entschluss. Denn genau wie Becker sei auch das gesamte Team von "Déi Gréng" enttäuscht über das Wahlresultat.

Anstelle von Raymond Becker zieht nun die Viertgewählte bei "Déi Gréng", Carole Zeimetz (544 Stimmen), in den Gemeinderat ein.