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Daten von IS-Anhängern: Steve Duarte auf angeblicher "Terrorliste"
Lokales 15.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Daten von IS-Anhängern: Steve Duarte auf angeblicher "Terrorliste"

Der 27-jährige Duarte schloss sich 2014 der Terrormiliz Islamischer Staat an.

Daten von IS-Anhängern: Steve Duarte auf angeblicher "Terrorliste"

Der 27-jährige Duarte schloss sich 2014 der Terrormiliz Islamischer Staat an.
Foto: LW-Archiv
Lokales 15.03.2016 Aus unserem online-Archiv

Daten von IS-Anhängern: Steve Duarte auf angeblicher "Terrorliste"

Michel THIEL
Michel THIEL
Der luxemburgische Dschihadist, der sich 2014 dem Islamischen Staat angeschlossen hat, soll auf der angeblichen Terrorliste, die geleakt wurde, stehen.

(mth) - In den angeblichen Mitgliederliste der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS), die westlichen Sicherheitsdiensten sowie mehreren Medien vorliegt, soll auch der Name des luxemburgischen Dschihadisten Steve Duarte auftauchen.

Dies berichten mehrere portugiesische Medien in Berufung auf das portugiesische Innenministerium. Der 27-jährige Steve Duarte aus Meispelt war 2014 nach Syrien aufgebrochen, um sich dort dem IS anzuschließen.

Vor mehreren Wochen soll ein abtrünniges IS-Mitglied zunächst syrischen und türkischen und anschließend westlichen Medien Daten von über 22 000 Dschihadisten der Terrormiliz „Islamischer Staat“ zugespielt haben.

Angeblich wurden die Akten dem Chef des internen IS-Sicherheitsapparats gestohlen und auf einem Speichermedium aus der umkämpften Region geschmuggelt. Mittlerweile wurde bekannt, dass auch das deutsche Bundeskriminalamt seit mehreren Wochen Kenntnis von dem Datensatz hatte.

Die Daten wurden zunächst als Schatzgrube für die Sicherheitsdienste im Kampf gegen den IS dargestellt. Auf den Dokumenten sollen unter anderem private Details der IS-Rekruten vermerkt sein.

Authentizität der Daten angezweifelt

Einige Experten bezweifeln mittlerweile aber die Authentizität der Daten. Demnach sollen zahlreiche Datensätze Personen betreffen, deren Mitgliedschaft bei IS bereits seit längerem aus öffentlich zugänglichen Quellen bekannt war.

Viele Personenprofile gehen zudem auf 2013 zurück oder sind mehrfach in dem Datensatz enthalten. Demnach könnten lediglich Daten von 1700 verschiedenen Personen enthalten sein. Experten äußerten zudem Zweifel, was Rechtschreibung und Aufmachung der Dokumente betrifft.

Der Verdacht, dass es sich um eine Fälschung handelt, die aus finanziellen Interessen in Umlauf gebracht wurde, steht ebenfalls im Raum. Mittlerweile wurde auch bekannt, dass die „Süddeutsche Zeitung“ den Datensatz vor einigen Wochen gegen Bezahlung angeboten bekam, aber nach einer ersten Prüfung ablehnte.

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