Das verräterische Facebook-Bild mit der Zigarre
(str) - Dass Informationssicherheit nicht nur ein Unwort ist, sondern für die meisten Menschen im Digitalzeitalter ein echtes Problem, ist eine der Botschaften von SMILE, Security Made in Lëtzebuerg. Denn es ist die Unwissenheit, die die Nutzer von Informationstechnologien schnell zu Opfern macht. Genau hier setzt bee-secure – lies “be e-secure” - an.
Dabei handelt es sich um eine Initiative, gemeinsam von mehreren Ministerien geschaffen, um Betriebe, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen für die Gefahren rund um die Datensicherheit zu sensibilisieren. Nicht dass es solche Initiativen in der Vergangenheit noch nicht gegeben hätte, meint Wirtschaftsminister Jeannot Krecké, aber diesmal habe man es geschafft alle wichtigen Akteure an einem Tisch und unter der Leitung von CASES und dem SNJ zu versammeln. Dies würde das weitere Vorgehen um vieles vereinfachen.
„Was sind die Gefahren und wie kann ich mich schützen? Das ist das Angebot von bee-secure“, unterstreicht der Wirtschaftsminister. Konkret werden neben umfangreichen Aufklärungskampagnen auch auf der Internetseite www.bee-secure.lu regelmäßig Updates zu aktuellen Gefahren im Internet und in der Mobiltelefonie veröffentlicht.
"Kinder sind ein einfaches Ziel"
„Kinder sind das schwächste Glied in der Kette und damit das einfachste Ziel für Menschen, die Unfug mit den Informationen Anderer treiben wollen“, betont Jeannot Krecké. „Denn sie sind maßlos begeistert von den neuen Technologien und nutzen diese dann auch voll aus. Der Gefahren sind sie oftmals nicht bewusst. Erwachsene sind da einfacher zu sensibilisieren und deshalb muss auf beiden Ebenen gearbeitet werden.“ Ein Schritt ist es künftig, alle Septièmes-Klassen während zwei Schulstunden über die Gefahren rund um die Informationssicherheit aufzuklären.
„Wenn ich persönlich auf Facebook ein Bild veröffentliche, auf dem ich mit einer dicken Zigarre zu sehen bin, dann ist das nicht weiter dramatisch“, meint Krecké. „Ich stehe ohnehin in der Öffentlichkeit. Wenn aber Jugendliche Bilder von ausschweifenden Partys zeigen, dann kann ihnen das noch Jahre danach schaden, beispielsweise, wenn sie sich später einmal für einen Job bewerben. Sie müssen sich bewusst werden, dass ihre Offenheit später einmal gegen sie verwendet werden kann.“
Auch Betriebe seien sich der Gefahren, denen sie ausgesetzt sind, oftmals nicht bewusst, betont Krecké. Oftmals greife man daher auch auf die Informationen von Hackern zurück, mit denen man oft und gerne zusammenarbeite. Erst kürzlich habe man Luxemburger Wirtschaftsführer mit Hackern zusammengebracht, um denen vorzuführen, welche Mittel Kriminellen heute zur Verfügung stehen und wie Betriebe sich schützen können. „Auch ich besuche regelmäßig Hacker-Konferenzen, um stets auf dem neuesten Stand zu bleiben“, so der Wirtschaftsminister.
Die direkte Bekämpfung von Cyberkriminalität zählt indes nicht zu den Aufgaben von SMILE. Das sei Aufgabe des Staatsministeriums, mit dem man aber sehr eng zusammenarbeite.