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Das Motto: "Aktiv und gesund unterwegs"
Lokales 3 Min. 09.09.2021
Europäische Mobilitätswoche

Das Motto: "Aktiv und gesund unterwegs"

Die aktive Mobilität steht in diesem Jahr im Zentrum der Europäischen Mobilitätswoche.
Europäische Mobilitätswoche

Das Motto: "Aktiv und gesund unterwegs"

Die aktive Mobilität steht in diesem Jahr im Zentrum der Europäischen Mobilitätswoche.
Foto: dpa
Lokales 3 Min. 09.09.2021
Europäische Mobilitätswoche

Das Motto: "Aktiv und gesund unterwegs"

Danielle SCHUMACHER
Danielle SCHUMACHER
Die Europäische Mobilitätswoche findet zwischen dem 16. und dem 22. September statt und steht unter dem Motto „Aktiv, gesund und sicher unterwegs“.

„40 Prozent der Strecken unter fünf Kilometer werden in Luxemburg immer noch mit dem Auto zurückgelegt.“ Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng) ist überzeugt, dass es hier noch sehr viel Luft nach oben gibt. 

Einen Anreiz, bei kurzen Wegen öfter mal das Auto einfach stehenzulassen und stattdessen auf das Fahrrad oder auf den Roller zu steigen, bietet die traditionelle europäische Mobilitätswoche. Die Mobilitätswoche findet seit 2002 immer zwischen dem 16. und dem 22. September statt und steht in diesem Jahr unter dem Motto „Aktiv, gesund und sicher unterwegs“.

40 Prozent der Strecken unter fünf Kilometer werden in Luxemburg immer noch mit dem Auto zurückgelegt.  

Mobilitätsminister François Bausch

Es geht also um die aktive Mobilität. Für Bausch ist das Motto gut gewählt. „In Zeiten einer Pandemie ist es besonders wichtig, sich fit zu halten.“ Aber auch der Zeitpunkt sei gut gewählt, betont der Minister und verweist auf die für Anfang November geplante Klimakonferenz COP26 im schottischen Glasgow. Dort steht nämlich die Mobilität im Mittelpunkt, denn der Verkehr ist nach wie für vor einen großen Anteil der CO2-Emissionen verantwortlich. Für den Minister ist der „Transport einer der Schlüsselsektoren beim Klimaschutz“.

21 Gemeinden machen mit

Das Thema der diesjährigen Mobilitätswoche, die vom Mobilitätsministerium in enger Zusammenarbeit mit dem Dachverband der Gemeinden Syvicol organisiert wird, ist also top-aktuell. Bis gestern hatten sich 21 Gemeinden eingeschrieben, davon haben neun einen autofreien Tag ausgerufen. Allerdings rechnet man im Ministerium und beim Gemeindesyndikat damit, dass weitere Kommunen folgen werden. „Es gibt noch Luft nach oben“, meinte der Vizepräsident des Syvicol, Louis Oberhag.


IPO , ITV Francois Bausch , Dei Greng , Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
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Auffallend ist, dass vor allem kleinere oder ländliche Gemeinden mitmachen, aber auch verschiedene große Proporzgemeinden wie etwa Bettemburg, Differdingen oder Esch-Alzette sind mit von der Partie. Die Hauptstadt habe sich zwar noch nicht offiziell angemeldet, sei aber dabei, ihre Pläne auszuarbeiten. Oberhag lancierte denn auch einen dringenden Appell an die Gemeinden, sich an der Aktion zu beteiligen. Die Gemeindeverantwortlichen selbst sollten ebenfalls mit gutem Beispiel vorangehen und ihren Wagen öfters mal stehen lassen und ihre Kommune stattdessen zu Fuß oder mit dem Fahrrad erkunden, meinte der Syvicol-Vertreter. Eine gute Gelegenheit biete beispielsweise die Aktion „Tour vum Duerf“. 

Die Wiederholungstäter

Einige Gemeinden nehmen regelmäßig an der europäischen Mobilitätswoche teil und haben auch schon Auszeichnungen eingeheimst. „Golden Cities“ dürfen sich Bissen, Colmar-Berg, Esch-Alzette, Feulen, Mamer und Mertzig nennen. Bissen wurde sechsmal ausgezeichnet, Colmar-Berg, Contern und Ettelbrück viermal.

Stand heute befördert die Tram täglich mehr als 60.000 Personen, Tendenz steigend.  

Mobilitätsminister François Bausch

„Golden City“ darf sich eine Gemeinde nennen, die eine Informationswoche organisiert, eine oder mehrere dauerhafte Maßnahmen installiert und die eine ihrer Hauptstraßen für einen Tag lang komplett für den motorisierten Verkehr sperrt. Die dauerhaften Aktionen liegen Minister Bausch und Vizepräsident Oberhag natürlich besonders am Herzen. Weil sie ganz nahe an den Menschen dran sind, komme den Gemeinden bei der Mobilität generell eine herausragende Rolle zu, so Bausch und Oberhag.

Nationaler Mobilitätsplan

Die aktive Mobilität wird auch ihren Niederschlag im nationalen Mobilitätsplan finden, der sich zurzeit in Ausarbeitung befindet und den Minister Bausch Ende des Jahres vorstellen wird. Angesichts des Wachstums des Landes geht man im Ministerium davon aus, dass das Verkehrsaufkommen in Luxemburg bis 2025 noch einmal um 40 Prozent zunehmen wird: „Deshalb braucht es neue Konzepte“, so François Bausch. Der Mobilitätsplan baut auf dem Konzept Modu 2.0 auf und soll eine Gebrauchsanweisung für die Mobilität bis ins Jahr 2035 liefern.


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Neben der sanften und der aktiven Mobilität spielt auch der öffentliche Transport eine wesentliche Rolle. Und genau in dem Punkt zeigt sich Bausch optimistisch: „Stand heute befördert die Tram täglich mehr als 60.000 Personen, Tendenz steigend.“ Seit dem Beginn der Pandemie, also seit der öffentliche Transport kostenlos ist, habe sich Zahl der Fahrgäste mehr als verdoppelt, so Minister Bausch sichtlich zufrieden.

Welche Gemeinden genau bei der Europäischen Mobilitätswoche mitmachen und welche Veranstaltungen sie anbieten kann man übrigens auf der Internetseite www.mobiliteitswoch.lu einsehen. 

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