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Das Männlein mit der Zunge
Lokales 23.11.2022
Gazettchen

Das Männlein mit der Zunge

Lokales 23.11.2022
Gazettchen

Das Männlein mit der Zunge

Nadine SCHARTZ
Nadine SCHARTZ
Von absurd bis witzig: In der täglichen Glosse „Gazettchen“ erzählen „Wort“-Autoren von ihren Erlebnissen des Alltags. Heute geht es um verschiedene Sichtweisen.

Sehen Sie auch manchmal Dinge, die es so nicht gibt? Oder die zumindest für Sie anders erscheinen, als sie in der Realität sind? Wenn nicht, dann mögen Sie mich wohl für verrückt halten. Ich kann nämlich mit Stolz behaupten, dass ich ein Profi darin bin. 

Dabei sehe ich keineswegs Geister, sondern nehme die Dinge nur anders wahr als meine Mitmenschen. Vor Jahren etwa entdeckte ich während der anbrechenden Dunkelheit mehrere Pferde, die ohne Reiter auf dem Radweg trabten. Trotz aller Überzeugungsarbeit behaupteten alle anderen, dass es sich dabei um eine Läufergruppe handelte. 

Überhaupt habe ich Probleme mit dem Erkennen von Tieren, wenn sie in einer gewissen Entfernung vor mir stehen.

Überhaupt habe ich Probleme mit dem Erkennen von Tieren, wenn sie in einer gewissen Entfernung vor mir stehen. So habe ich schon drei Rehe mit süßen Häschen verwechselt, statt eines Fuchses unsere Katze im Garten erspäht oder den Nachbarshund mit einem Wolf verwechselt. Aber es geht noch besser. 


Gazettchen, die tägliche Kolumne des Luxemburger Wort
In der täglichen Glosse „Gazettchen“ erzählen „Wort“-Autoren von ihren Erlebnissen des Alltags.

Erst neulich nahm ich am Ortseingang einen großen, mit Heuballen gebauten Mann wahr. Mit seinen großen runden Augen und seinem knallroten Mantel war er nicht zu verfehlen. Am auffallendsten war für mich jedoch die Tatsache, dass die Figur ihre Zunge herausstreckte. Als ich meiner Familie von dem lustigen Männlein erzählte, brach diese in lautes Gelächter aus. „Die finden die Figur also genauso lustig wie ich“, dachte ich anfangs in meiner Naivität. Diese innere Zufriedenheit platzte nur wenige Minuten später wie eine Seifenblase. Denn, die Figur stellt eigentlich den „Kleeschen“ dar. Beim genaueren Hinsehen und mit den nachträglich hinzugefügten Details – wie dem Gürtel und dem Mund – musste ich schließlich zugeben, dass eine gewisse Ähnlichkeit besteht. Immerhin sehe ich meine Fehler ein … 

Hier finden Sie die gesammelten Gazettchen-Kolumnen. 

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