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Das "klenge Casino" wird wieder ein Hotel
Lokales 20.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Differdingen

Das "klenge Casino" wird wieder ein Hotel

Das Kasino auf dem Differdinger Marktplatz wurde kürzlich renoviert.
Differdingen

Das "klenge Casino" wird wieder ein Hotel

Das Kasino auf dem Differdinger Marktplatz wurde kürzlich renoviert.
Foto: Nicolas Anen
Lokales 20.07.2016 Aus unserem online-Archiv
Differdingen

Das "klenge Casino" wird wieder ein Hotel

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Die Stadt Differdingen wird das Hotelrestaurant „De klenge Casino“ auf dem Marktplatz mieten und betreiben. Dies auch um Arbeitslose und vielleicht auch Flüchtlinge für den Horesca-Sektor auszubilden.

(na) -  „Es ist ein Projekt wie es noch keines in Luxemburg gibt“, kündigte ein sichtlich stolzer Bürgermeister Roberto Traversini (Déi Gréng) dem Gemeinderat am Mittwoch an. Ähnliche Ideen seien aber bereits in Städten wie Amsterdam oder Wien umgesetzt worden.

Marktplatz beleben ...

Einerseits geht es darum, den Marktplatz stärker zu beleben, denn es gab ein Projekt, aus dem Hotel ein Bürogebäude zu machen, dem auch das Restaurant im Erdgeschoss gewichen wäre.

... und Menschen ausbilden

Andererseits sollen hier Personen für den Arbeitsmarkt im Horesca-Sektor ausgebildet werden, weshalb sich für eine neue Gesellschaftsform entschieden wurde, die „Société d'impact sociétal“. In der Kreativfabrik 1535° gibt es bereits einen Inkubator für solche Gesellschaften.

Der einzige Haken: Das Gesetz, das diese Gesellschaftsform ermöglichen soll, wurde noch nicht gestimmt. Doch sollte dies zu lange auf sich warten lassen, könne man das Projekt auch so starten, ließ Roberto Traversini durchblicken.

„Wie in jedem anderen Hotel auch“

Geleitet soll das Hotelrestaurant von Professionellen werden. „Die Kunden sollen bedient werden wie in jedem anderen Hotel auch“, so Traversini noch. Überwacht wird es von einem Verwaltungsrat.

Ausgebildet werden könnten dort Arbeitslose aber auch Flüchtlinge, hieß es noch.  Noch sei das Konzept nicht ganz fertiggestellt.

Hotel soll rentabel sein

Die Finanzierung übernimmt, zumindest was das Startkapital anbelangt, zum Teil das Sozialamt. Dies sei möglich, weil es rezent einen außergewöhnlichen Zuschuss der „Oeuvre Nationale de Secours Grande-Duchesse Charlotte“ bekommen habe. „Danach soll es sich selber tragen“, so der Präsident des Sozialamtes, Robert Mangen (CSV).

Das erwirtschaftete Geld soll dann in andere Sozialprojekte investiert werden.

DP enthält sich

Die Idee wurde allgemein begrüßt. Gary Diderich (Déi Lénk) sprach von einer „positiven Überraschung“ während sich Fränz Schwachtgen (Déi Gréng) sogar „begeistert“ zeigte.

Kritiken gab es allerdings von der DP. Nicht das Konzept wurde moniert, sondern, dass man im Vorfeld nicht informiert wurde. Aus diesem Grund enthielten sich die sieben DP-Mitglieder bei der Abstimmung.

Angenommen wurde übrigens gestern nicht das Konzept, sondern lediglich die Entscheidung das Hotel für einen Monatspreis von 9 000 Euro zu mieten.


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Im „Klenge Casino“ dürfte bald Leben zurückkehren. Die Stadt Differdingen und das Sozialamt wollen es betreiben. Personen für den Horesca-Sektor sollen hier ausgebildet werden. Ein Projekt, das es so in Luxemburg noch nicht gibt.
Hôtel Restaurant Petit Casino - Differdange  - 26.07.2016 © claude piscitelli