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Das Escher Schulproblem
Lokales 2 Min. 21.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Das Escher Schulproblem

Die Brillschule mit ihren fast 800 Schülern ist die größte Grundschule aus dem Land.

Das Escher Schulproblem

Die Brillschule mit ihren fast 800 Schülern ist die größte Grundschule aus dem Land.
Lokales 2 Min. 21.11.2018 Aus unserem online-Archiv

Das Escher Schulproblem

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Wie die neue Escher Koalition in ihrem ersten Jahr mit ihrer „größten Priorität“ umgegangen ist.

„Die größte Priorität“. So bezeichnete vor einem Jahr der Escher Bürgermeister Georges Mischo die Schulpolitik in seiner ersten Budgetrede. Seinem Vorgänger warf er in diesem Bereich (und in anderen) eine Ankündigungspolitik vor.

Dass es an Schulraum und Betreuungsplätzen in Esch fehlt, ist nichts Neues. Dieses heiße Eisen wollte die neue Koalition nun anpacken. So zumindest hat sie es sich vorgenommen.

Wurde sie dem in ihrem ersten Jahr an der Macht gerecht? Zum Teil. So wurde wohl vor den Sommerferien die Renovierung der Brouch-Schule vom Gemeinderat gestimmt. Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Herbst 2019 beginnen.

Neue Schule eröffnet

Daneben wurde im September die neue Schule Kleppen in Betrieb genommen. Damit konnte der neue Schöffenrat zwei Vorlagen seiner Vorgänger im Amt umsetzen, beziehungsweise voranbringen. Doch nicht immer ist es so schnell gelaufen.

Betreffend den Neubau der Schule in Wobrécken werde die Koalition „keng kal Féiss“ bekommen, hatte Mischo während seiner Budgetrede noch angekündigt. Drei Millionen Euro standen für 2018 bereit. Wohl wurde im ersten Jahr der neuen Koalition weiter am Projekt gearbeitet – laut Schöffe Martin Kox wird aus der Schule ein Vorzeigeprojekt, was die nachhaltige Bauweise anbelangt.

Doch auch ein Jahr später lässt der erste Spatenstich weiter auf sich warten. Dieser soll nun voraussichtlich im Herbst 2019 erfolgen. Studien wurden auch für das Viertel Neudorf und einen Ausbau der Dellhéicht-Schule angekündigt. Resultate dazu wurden noch keine veröffentlicht.

Schule auf den Brachen

Die Koalition wird auch nicht müde, daran zu erinnern, dass neue Schulen auf den Brachen Lentille Terres Rouges und Arbed/Schifflingen geplant sind. Wann diese Viertel urbanisiert werden, steht aber auf einem anderen Blatt.

Aber in Esch ist nicht nur der Schulraum, sondern sind auch die Betreuungsplätze knapp bemessen. Trotz der Eröffnung der Schule Kleppen wurde für diesen Schulanfang mit einer Warteliste von 940 Kindern gerechnet, hatte Schöffin Mandy Ragny während der Vorstellung der Schulorganisation im Juli erklärt.

In den kommenden Jahren sollen zusätzliche 450 bis 500 neue Plätze geschaffen werden, wurde angekündigt. Wieder einmal verwies die neue Koalition auf die Schule Wobrécken und auf ein Projekt in der Grand-rue. Bei Letzterem handelt es sich dann auch um ein neues Projekt. Nähere Details gab es dazu aber noch nicht.

Kurz, die neue Koalition konnte einige Projekte, die bereits in der Schublade waren, voranbringen. Nun muss sie aber auch eigene Projekte liefern sowie den Schulbau in Wobrécken ans Rollen bringen. Das Gelände dort liegt bereits seit gut fünf Jahren brach. Es sollten nicht noch weitere dazukommen.


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