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Das Casino Syndical wird royal
Verbandelt: Das Casino syndical und die Maison des salariés der Arbeitnehmerkammer bilden einen großzügigen Komplex.

Das Casino Syndical wird royal

Guy Jallay
Verbandelt: Das Casino syndical und die Maison des salariés der Arbeitnehmerkammer bilden einen großzügigen Komplex.
Lokales 2 Min. 07.12.2018

Das Casino Syndical wird royal

Annette WELSCH
Annette WELSCH
Alt trifft neu: In Bonneweg ist das renovierte Gewerkschaftskasino nun mit der "Maison des salariés" der Arbeitnehmerkammer verbunden. Am Freitag war die Wiedereröffnung.

Am Montag wurde bereits die "Maison des salariés" eingeweiht, am Freitag folgte nun die Wiedereröffnung des Casino Syndical: In Bonneweg gegenüber den Rotonden ist ein modernes Gebäude entstanden, das sowohl der Arbeitnehmerkammer (Chambre des salariés, CSL) für ihr Lifelong Learning Center, als auch dem FNCTTFEL-Landesverband ein modernes Zuhause bietet. Während das Casino Syndical aufwändig renoviert wurde - einer kompletten Entkernung folgte eine völlige Neugestaltung des Inneren -, hatte die Arbeitnehmerkammer 2014 der Coopérative Casino syndical das angrenzende Gebäude des "Bazar de Bonnevoie" abgekauft und dort ein neues, nun mit dem Gewerkschaftkasino verbundenes, Gebäude errichtet.

Chris Karaba

Geht man vom Hauptbahnhof über die Fußgängerüberführung nach Bonneweg, stößt man auf den Komplex. 16 Büros stehen der Eisenbahnergewerkschaft neben dem bereits sanierten Festsaal nun im Casino zur Verfügung. Das 60 Jahre alte Gebäude erhielt auch einen behindertengerechten Aufzug. Und selbstverständlich blieb die Brasserie des Casino syndical erhalten, die lichtdurchflutet im Erdgeschoss angesiedelt ist und zwar nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist, aber auch den Besuchern der "Maison des salariés" der CSL nun zur Verfügung steht. 

Ende Januar 2019 beginnen die Kurse der "Maison des salariés"

Allein die "Maison des salariés", die das für die Weiterbildungsaktivitäten der CSL zu klein gewordene Gebäude in der Rue de Bragance in Merl ersetzen wird, beherbergt einen großen Konferenzsaal, neun Ausbildungs- und Versammlungsräume, 35 Büros sowie Gesellschaftsräume für die CSL-Mitarbeiter und Event-Besucher - denn die Säle können auch öffentlich genutzt werden. In diesem Sinne wurden die Galerien des ersten und zweiten Stocks des vierstöckigen Gebäudes so offen gestaltet, dass sie auch für Kurse, Konferenzen, kleinere Konzerte oder Ausstellungen genutzt werden können.

Noch wartet die Fassade des "Arbeitnehmerhauses" auf ihre künstlerische Gestaltung, über der noch der Schleier der Geheimhaltung schwebt, aber der Kursbeginn für das lebenslange Lernen ist schon mal für Ende Januar 2019 vorgesehen. Mehr als 6.000 Kursteilnehmer zählt die CSL jedes Jahr - in den letzten fünf Jahren wurden fast 50.000 Arbeitnehmer weiter gebildet. Künftig können nun auch mehr Kurse tagsüber stattfinden.

Konsumentenschutz- und Stressberatung

Chris Karaba

Die CSL bietet übrigens neuerdings auch zwei neue Ausbildungen an, die zu einem Uni-Diplom führen: Sophrologie wird zusammen mit der Universität de Lille organisiert und in Zusammenarbeit mit der Straßburger Universität kann man einen Master im elektronischen Handel absolvieren. Es wird nun auch ein Informations- und Ausbildungsprogramm angeboten, das sich spezifisch an Senioren über 60 richtet.  

16 Millionen Euro hat die Renovierung und der Bau des Prachtkomplexes gekostet, für die das Architektenbüro Theisen zuständig zeichnet. Die Maison des Salariés bietet auch noch genug Platz für andere Organisationen. So wird der Konsumentenschutz (Union luxembourgeoise des consommateurs, ULC)  eine permanente Vertretung dort einrichten und die Ligue luxembourgeoise d'hygiène mentale wird eine Mobbing- und Stressberatung anbieten. Andere Organisationen sollen noch folgen.


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