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Das 25. Radargerät soll nach Léierhaff kommen
Lokales 02.11.2018

Das 25. Radargerät soll nach Léierhaff kommen

Die Straßenbauverwaltung prüft derzeit, ob ein neues Radargerät am Léierhaff errichtet werden kann.

Das 25. Radargerät soll nach Léierhaff kommen

Die Straßenbauverwaltung prüft derzeit, ob ein neues Radargerät am Léierhaff errichtet werden kann.
Foto: Chris Karaba/LW-Archiv
Lokales 02.11.2018

Das 25. Radargerät soll nach Léierhaff kommen

Steve REMESCH
Steve REMESCH
Nach dem zweiten tödlichen Unfall in diesem Jahr in Léierhaff will das Infrastrukturministerium den Unfallschwerpunkt an der N12 mit mehreren Maßnahmen entschärfen.

Der Léierhaff dürfte den wenigsten Menschen ein Begriff sein. Es ist ein kleiner Ort, der aus nur einem einzigen Bauernhof und vier Wohnhäusern* besteht, an der Nationalstraße 12 zwischen Grosbous und Hierheck. Viele Autofahrer dürften allerdings die lang gezogene mit Straßenbäumen gesäumte S-Kurve kennen, die zudem in einer Steigung liegt.

Die Kurve auf der N 12 ist ein Unfallschwerpunkt und den will das Infrastrukturministerium nun entschärfen. „Der Minister hat die Straßenbauverwaltung damit beauftragt, zu prüfen, ob es möglich ist, ein Radargerät und Leitplanken am Léierhaff zu errichten“, erklärt Pressesprecherin Dany Frank und bestätigt damit eine vorangegangene diesbezügliche RTL-Meldung.

„Es ist auch eine logische Konsequenz aus dem schweren Unfall von vergangener Woche“, fährt Dany Frank fort. „Wir sind ständig dabei, Gefahrenpunkte ausfindig und als solche erkenntlich zu machen, damit wir die Verkehrssicherheit im Land verbessern können.“

Zwei Tote an gleicher Stelle

Bei dem Unfall am Mittwoch vergangener Woche hatte ein 22-jähriger Autofahrer in der lang gezogenen Kurve in Léierhaff die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war dann mit der Fahrerseite gegen einen Baum geprallt. Er verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus an seinen schweren Verletzungen.

Am 23. Januar dieses Jahres war bereits eine 19-jährige Frau bei einem Unfall mit einem ganz ähnlichen Hergang in Léierhaff ums Leben gekommen. Ihr 16 Monate altes Kind auf dem Rücksitz konnte unverletzt aus dem völlig zerstörten Wagen geborgen werden.

Darüber hinaus gab es in der Vergangenheit auch mehrere Unfälle, die mit schwer verletzten Fahrzeuginsassen einher gingen. Die zulässige Höchstgeschwindigkeit in Léierhaff wurde deswegen bereits auf 70 km/h gesenkt.

Keine weiteren Radare geplant

Konkrete Pläne für weitere fest installierte Radargeräte gebe es zu diesem Zeitpunkt nicht. „Es liegt auf der Hand, dass wir alles unternehmen, um die Straßen sicherer zu machen“, betont Dany Frank abschließend. „Es geht darum, Menschenleben zu retten.“

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* Nach dem Hinweis eines Anwohners wurde dieser Satz um den folgenden Teil ergänzt: "und vier Wohnhäusern"


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Lokales, Tödliche Unfälle 2018, gefährliche Strassenabschnitte, häufige Unfälle. hier:Strecke Grosbous-Lehrhof. Leierhaff.Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort