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"D'Zäit leeft...Här Meisch"
Lokales 02.10.2015 Aus unserem online-Archiv
Werteunterricht

"D'Zäit leeft...Här Meisch"

Bereits vor einem Jahr hatten Anhänger der Initiative auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht.
Werteunterricht

"D'Zäit leeft...Här Meisch"

Bereits vor einem Jahr hatten Anhänger der Initiative auf ihr Anliegen aufmerksam gemacht.
Foto: Pierre Matge
Lokales 02.10.2015 Aus unserem online-Archiv
Werteunterricht

"D'Zäit leeft...Här Meisch"

Mit einer Postkarten-Aktion will die Initiative "Fir de Choix" Bildungsminister Meisch dazu bewegen, die Wahlfreiheit zwischen Religion- und Moralunterricht zu erhalten.

(ml) - Die Initiative "Fir de Choix", die für den Erhalt der Wahlfreiheit zwischen Religions- und Moralunterricht eintritt, will mit einer Postkarten-Aktion Bildungsminister Claude Meisch nochmals auf ihre Forderungen aufmerksam machen. Unter dem Motto "D'Zäit leeft...Här Meisch!" findet die symbolische Aktion am Samstagmittag um fünf vor zwölf auf der "Kinnekswiss" im hauptstädtischen Park statt. Bei dieser Gelegenheit werden Postkarten mit Luftballons verschickt.

"Wir wollen ein Zeichen setzen, dass wir mit dem Vorgehen der Regierung nicht einverstanden sind", heißt es in einer Pressemitteilung. Die Regierung will den allgemeinen Werteunterricht im Schuljahr 2017/2018 einführen. Seit zwei Jahren versuche Meisch die Wahlfreiheit zwischen Religion- und Moralunterricht abzuschaffen, obwohl 70 Prozent der Grundschüler derzeit im Religionsunterricht eingeschrieben seien.

Außerdem hätten 25.000 Menschen eine Petition unterschrieben, die den Erhalt der Wahlfreiheit fordert. "Wie steht es mit dem Respekt? Was ist Ihnen Demokratie wert?" Mit diesen Worten richtet sich die Initiative persönlich an den Bildungsminister. Das künftige Fach "Leben und Gesellschaft" habe für viel Polemik gesorgt. Es sei schwierig, in dieser Frage einen Konsens zu finden.

"Fir de Choix" fordert, dass die aktuelle Wahlfreiheit der Schüler und Eltern nicht ignoriert wird. In der Bildungspolitik müsse der bedeutenden Rolle der Religion Rechnung getragen werden.

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