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Covid-Kläranlagenwerte bleiben konstant
Lokales 2 07.01.2021 Aus unserem online-Archiv

Covid-Kläranlagenwerte bleiben konstant

Der Wert der Belastung des Abwassers in der Kläranlage in Uebersyren mit Corona-Virus-RNA bleibt konstant.

Covid-Kläranlagenwerte bleiben konstant

Der Wert der Belastung des Abwassers in der Kläranlage in Uebersyren mit Corona-Virus-RNA bleibt konstant.
Foto: Guy Jallay
Lokales 2 07.01.2021 Aus unserem online-Archiv

Covid-Kläranlagenwerte bleiben konstant

Diana HOFFMANN
Diana HOFFMANN
Im Vergleich zu den beiden Wochen davor ist zu Beginn des Jahres kein Rückgang festzustellen.

Es wurde auf ein schnelles Absinken der Covid-19-Neuinfektionen durch die strengeren Maßnahmen nach Weihnachten gehofft. Jedoch zeigt die Wirkung der Restriktionen sich im Schnitt erst zwei Wochen später. Zwar sinkt die Zahl der Bettenbelegung durch Corona-Patienten in den Krankenhäusern seit Mitte Dezember, genauso wie die Anzahl der bekannten aktiven Infektionen. 

Ein realistisches Bild, wie weit das Virus in der Bevölkerung aber in diesem Moment verbreitet ist, bietet der Bericht des Coronastep-Teams des Luxembourg Institute of Science and Technology (List). In diesem wird die Kontamination des Abwassers durch Corona-Virus-RNA in 13 Kläranlagen untersucht. In den 38. Bericht für die erste Hälfte der Januarwoche konnten jedoch keine Resultate aus den Anlagen in Hesperingen und Boewingen/Attert mit einfließen.

Die Analyse bezieht sich auf Untersuchungen des Abwassers von rund 445.000 Menschen (was in etwa 71 Prozent der Bevölkerung entspricht). Doch auch die Exkremente der Grenzpendler, die in Luxemburg arbeiten, sind in den Werten der Analyse enthalten. Selbst wenn es momentan aufgrund des Home-Office wohl weniger sind als sonst, ist dies ein zu berücksichtigender Faktor und könnte sich in geringfügig höheren Werten, im Vergleich zu den Neuinfektionen hierzulande widerspiegeln. 

Werte stabilisieren sich nun auf hohem Niveau

Die List-Forscher schlussfolgern aus ihrer Analyse der neusten Zahlen, dass auch in der ersten Januarwoche die Belastung mit SARS-CoV-2 in den Kläranlagen hoch bleibt. Und dies auf einem Niveau, das vergleichbar mit den letzten zwei Wochen des vorigen Jahres ist. Somit sei „ immer noch auf eine bedeutende Prävalenz des Virus in den Abwässern auf nationaler und regionaler Ebene“ zu schließen. 


WI,PK Paulette Lenert,Retrospective de la semaine.Corona,Ministere de la Sante,Gesundheitsministerium. Foto: Gerry Huberty/Luxemburger Wort
Lenert: "Wir sind noch im kritischen Bereich"
Der Wochenbericht vom 28. Dezember bis 3. Januar zeigt weiter sinkende Infektionszahlen. Bei allem Optimismus müsse man vorsichtig bleiben, sagt die Gesundheitsministerin.

In manchen der Kläranlagen ist, schaut man sich die Grafiken an, zum Anfang des Jahres wieder ein Aufwärtstrend zu erkennen. Die Wissenschaftler folgern aus dem Gesamtbild, dass der bisher beobachtete langsame Abwärtstrend sich auf hohem Niveau zu stabilisieren scheint. Was das für die Anzahl der erkannten Neuinfektionen bedeutet, wird sich in den kommenden Tagen in der Statistik des Gesundheitsministeriums zeigen. 

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