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Covid-Fälle in Schulen: Ministerium erklärt Prozedur
Lokales 2 Min. 22.09.2020

Covid-Fälle in Schulen: Ministerium erklärt Prozedur

Covid-Fälle in Schulen: Ministerium erklärt Prozedur

Foto: John Lamberty / LW-Archiv
Lokales 2 Min. 22.09.2020

Covid-Fälle in Schulen: Ministerium erklärt Prozedur

Pierre SCHOLTES
Pierre SCHOLTES
Lehrer werden spätestens durch das Contact-tracing über einen positiven Fall in einer Klasse unterrichtet, so Bildungsminister Claude Meisch.

Beim Umgang mit Corona-Infektionen in Schulen herrscht zum Teil noch Unklarheit über die richtigen Prozeduren: Wer wird wann informiert und welche Konsequenzen zieht das nach sich? Dies zeigte umso mehr der Fall eines Lehrers, der trotz angeordneter Quarantäne weiter unterrichten soll.

In seiner Antwort auf eine dringliche parlamentarische Frage des ADR-Abgeordneten Fernand Kartheiser, bemüht sich Bildungsminister Claude Meisch (DP) nun um Klarheit. 

So würden Lehrer spätestens durch das Contact-tracing über einen positiven Fall in ihrer Klasse unterrichtet. Dies von der sogenannten Cellule de coordination des Bildungsministeriums, die mit der Santé zusammenarbeitet. 


Ein Lehrer darf trotz Quarantäne-Anordnung zur Arbeit. Eine außerordentliche Erlaubnis macht es möglich.
Lehrer trotz Quarantäne in der Schule
Obwohl er sich eigentlich in Quarantäne befindet, darf ein Lehrer weiter Schule halten. Der Fall wirft Fragen auf und sorgt für Diskussionen.

Die Eltern der Schüler werden indes noch am selben Tag, an dem ein Kind positiv auf das Corona-Virus getestet wurde, von der Inspection sanitaire darüber in Kenntnis gesetzt. Zudem habe jede Schuldirektion eine sogenannte Cellule Covid gegründet, die die Eltern der Schüler über die Folgen eines positiven Falls in der Klasse aufklärt. Zusätzlich würde das Vorliegen eines Corona-Falls in der Schule entweder von der Regionaldirektion oder der Lyzeumsdirektion an die Schulgemeinschaft kommuniziert.

Für die Schüler einer betroffenen Klasse in der Grundschule hat ein positiver Fall zunächst zwei Folgen: Sie dürfen nicht mehr an außerschulischen Aktivitäten teilnehmen und nicht mehr die Maison Relais besuchen. Betroffene Eltern können deshalb Congé pour raison familiales beantragen. 

Der Schulweg stellt, laut Bildungsministerium, keine Infektionsgefahr dar. Die Erkenntnisse der ersten Welle hätten gezeigt, dass Ansteckungen im Schultransport nicht vorgekommen seien, so das Ministerium. Deshalb können Kinder aus einer Klasse mit einem infizierten Schüler, den Schultransport, unter Einhaltung der Hygienevorschriften, normal nutzen.

Für Eltern und Geschwister eines Kindes, das sich wegen eines positiven Falls in der Klasse in Quarantäne befindet, ändert sich indes wenig. Insofern sie keinen direkten Kontakt mit dem Infizierten hatten, sind sie nicht gehalten sich in Quarantäne zu begeben.

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