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Countdown für das alte Terminal
Das alte Terminal verschwindet: Im Oktober kommen die Abrissbirnen.

Countdown für das alte Terminal

Marc Wilwert
Das alte Terminal verschwindet: Im Oktober kommen die Abrissbirnen.
Lokales 2 Min. 15.03.2012

Countdown für das alte Terminal

Nach den Sommerferien rücken die Abrissbirnen an: Dann verschwindet nach und nach das alte Flughafengebäude von 1975. Für Passagiere bedeutet dies, dass sie ab Ende 2011 wieder das kleinere Terminal B benutzen können, das im Moment leer steht.

(vb) – Nach den Sommerferien rücken die Abrissbirnen an: Dann verschwindet nach und nach das alte Flughafengebäude von 1975. Für Passagiere bedeutet dies, dass sie ab Ende 2011 wieder das kleinere Terminal B benutzen können, das im Moment leer steht.

Die Bagger und Baumaschinen kehren zurück auf den Findel: Auch nachdem das neue Flughafengebäude 2008 eröffnet wurde, kehrt keine Ruhe auf dem Flughafen ein. Ab Oktober wird das verwaiste Terminal aus den Siebzigerjahren dem Erdboden gleich gemacht. Laut Fernand Brisbois, Geschäftsführer von LuxAirport, wird der Abriss jedoch nicht schnell über die Bühne gehen. Vielmehr werde das Gebäude Stück für Stück auseinander genommen. "Das braucht seine Zeit. Ich gehe davon aus, dass das alte Terminal erst Ende 2011 beseitigt ist", sagte Brisbois im Gespräch mit wort.lu.

Auf dem frei werdenden Gelände soll dann Abstellraum für Flugzeuge geschaffen werden. Diese Parkplätze würden kurzfristig hergestellt werden, heißt es.

"Es ist da, deshalb nutzen wir es"

Wenn die leer stehende Halle erst einmal weg ist, wird auch wieder das kleine Terminal B voll in Betrieb genommen, das allerdings weit entfernt und damit recht ungünstig liegt. Gebaut wurde es 2003 auf dem neuesten Stand der Technik – so zum Beispiel mit einer für die damaligen Zeit revolutionären WiFi-Ausstattung für mobilen Internet-Empfang, um die veraltete Abfertigungshalle zu entlasten. Vom neuen Flughafen aus gesehen steht das Terminal B hinter dem alten Flughafengebäude, so dass es über eine 400 Meter lange Brücke angebunden werden kann. Zurzeit starten in dem Terminal B kleinere Flugzeuge. Die Passagiere werden im großen Flughafengebäude abgefertigt und mit Bussen dorthin gefahren.

Wirklich notwendig ist das kleinere Terminal nicht: Die neue Abflughalle hat eine Kapazität von drei Millionen Fluggästen im Jahr – zurzeit sind es nicht einmal die Hälfte. Trotzdem kommt es für Flughafenchef Brisbois nicht in Frage, das Terminal B aufzugeben. "Das Terminal ist da und wir werden es bald wieder benutzen", sagt er.

Leere Hülle

Die Gefahr, dass die Sicherheitstechnik und die Einrichtung verfallen, besteht nach Aussagen von Brisbois nicht. "Wir warten alle Anlagen. Außerdem putzen wir das Gebäude regelmäßig", erklärt er.

Eigentlich war der Abriss für Anfang 2009 vorgesehen. Doch durch Bürokratie, Umweltauflagen, eine Bodenuntersuchung und die Mitwirkung von Umweltministerium und ITM verzögerte sich der Beginn. Das alte Terminal ist ohnehin nicht viel mehr als eine leere Hülle. Im Innern herrscht gähnende Leere. Vor genau einem Jahr versteigerte das Verkehrsministerium das gesamte Inventar – von den Check-In-Schaltern bis zum riesigen Schriftzug "Aéroport de Luxembourg" auf dem Dach. Letzteren erstand übrigens eine private Käuferin für 1300 Euro. Ob sie inzwischen eine Verwendung dafür gefunden hat, ist unbekannt.