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Corona-Virus: Masken sind gefragt
Lokales 2 Min. 29.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Corona-Virus: Masken sind gefragt

In Luxemburg weder notwendig noch empfohlen: Nur Spezialmasken schützen vor dem Corona-Virus.

Corona-Virus: Masken sind gefragt

In Luxemburg weder notwendig noch empfohlen: Nur Spezialmasken schützen vor dem Corona-Virus.
AFP
Lokales 2 Min. 29.01.2020 Aus unserem online-Archiv

Corona-Virus: Masken sind gefragt

Jacques GANSER
Jacques GANSER
Die Epidemie sorgt auch in Luxemburg für Verängstigung. Panik ist laut den Behörden aber fehl am Platz. Das Staatslaboratorium bereitet sich indes vor.

Die Angst vor einem weiteren Ausbreiten des Corona-Virus treibt seltsame Blüten: In Luxemburg ist die Nachfrage nach chirurgischen Mundschutzmasken stark erhöht. In manchen Apotheken ist der sonst eher selten gefragte Artikel bereits ausverkauft. "Sehr viele Kunden haben sich seit dem vergangen Freitag nach den Masken erkundigt und diese auch gekauft", so Chloé Leclerc, pharmazeutische Mitarbeiterin der Apotheke Le Cygne in Luxemburg.

"In einem Fall empfing der Kunde eine Delegation aus China und wollte sichergehen, dass das Virus nicht übertragen wird. Ein anderer Kunde unternimmt demnächst eine Reise in den asiatischen Raum und will auf Nummer sicher gehen". Laut Apotheker Alain de Bourcy würden aber auch zahlreiche chinesische Touristen auf Durchreise die Masken bestellen." Unsere Vorräte sind jetzt leer und Nachschub lässt auf sich warten", so de Bourcy. 


Internationale Flughäfen wie hier im Fall Heathrow sind die Einfallstore für das Virus.
Virus mit begrenztem Risiko
Die luxemburgischen Gesundheitsbehörden sehen keine direkte Gefährdung durch das neue Corona-Virus

Mundschutz mit zweifelhafter Wirkung

Der lose sitzende chirurgische Mundschutz bietet allerdings keinerlei Schutz vor dem Eindringen des Virus in die Atemwege. Er verhindert nur, dass bereits Infizierte selbst Tröpfchen verteilen und andere Menschen anstecken.   

Wer es wirklich für nötig hält und sich vor dem bisher in Luxemburg noch nicht aufgetretenen Virus schützen will, sollte allerdings besser einen Baumarkt aufsuchen. Masken, die vor Feinstaub und insbesondere Aerosolen schützen, halten auch das Virus zurück, das durch Tröpfcheninfektion übertragen wird. Die Masken mit der Klassifizierung FFP2 (Filtering Face Piece) müssen dabei 94 Prozent der in der Luft befindlichen Partikel bis zu einer Größe von 0,6 Mikrometer zurückhalten, FFP3 müssen sogar bis zu 99 Prozent dieser Partikel zurückhalten. Sie sind damit im Notfall der zuverlässigste Schutz gegen Viren. 

Nicht sinnvoll

Die Gesundheitsbehörden halten diese Maßnahme allerdings nicht für sinnvoll. Das Virus wird nur durch engen Kontakt mit einem Infizierten übertragen, zudem müsste die Maske permanent getragen werden. Sinnvoller sind regelmäßiges Waschen oder Desinfizieren der Hände, Benutzen und sofortiges Entsorgen von Papiertaschentüchern, Husten und Niesen in die Armbeuge sowie auf Distanz gehen zu Personen mit Krankheitssysmptomen. Damit vermeidet man auch die Infektion mit einem  anderen gefährlichen Virus: dem Grippeerreger.         

Staatslaboratorium bereitet sich vor

Um bei Verdachtsfällen auf eine schnelle Diagnose zählen zu können, bereitet das Staatslaboratorium sich vor. Von nächster Woche an können Analysen hierzulande auf das Coronavirus getestet werden. Zum aktuellen Zeitpunkt werden die Tests in einem Laboratorium in Berlin durchgeführt.


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