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Corona-Test: Wenn das Stäbchen nicht in den Rachen gelangt
Lokales 2 Min. 22.07.2020

Corona-Test: Wenn das Stäbchen nicht in den Rachen gelangt


Noch bis Ende August läuft die erste Phase des sogenannten Large Scale Testing, Anfang September soll dann die zweite Testphase beginnen.

Corona-Test: Wenn das Stäbchen nicht in den Rachen gelangt

Noch bis Ende August läuft die erste Phase des sogenannten Large Scale Testing, Anfang September soll dann die zweite Testphase beginnen.
Foto: Anouk Antony
Lokales 2 Min. 22.07.2020

Corona-Test: Wenn das Stäbchen nicht in den Rachen gelangt

Rosa CLEMENTE
Rosa CLEMENTE
Manche Menschen empfinden den Rachenabstrich beim Corona-Test als unangenehm. Bisweilen verhindern Husten und Brechreiz eine korrekte Entnahme. Nicht in allen Fällen ist dann auch ein eindeutiges Testergebnis möglich.

Anhand von PCR-Tests werden Menschen hierzulande auf das Corona-Virus getestet. Es gibt zwei Methoden, wie ein solcher Test gemacht werden kann: entweder durch einen Abstrich des Rachens oder einen Abstrich der Nase. Beim sogenannten Large Scale Testing, das ursprünglich nur bis zum 27. Juli laufen sollte, nun aber bis Ende August verlängert wurde, kommt nur der Rachenabstrich zum Einsatz. Mithilfe eines Wattestäbchens werden bei den, in den 16 Drive-In-Stationen des Landes, getesteten Personen Proben aus dem Rachen entnommen, die dann zur Analyse in ein Laboratorium kommen. 

Für manche Menschen sind die Tests aber sehr unangenehm. Sie reagieren auf die Abstriche mit Husten und Brechreiz oder einem starken Würgereflex. Unter Umständen kann das auch einen Einfluss auf das Testergebnis haben, wie ein Sprecher der Laboratoires Réunis, die unter der Leitung des Luxembourg Institute of Health (LIH) die Large Scale Tests analysieren und bewerten, erklärt. 


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„Bekommt eine Person bei der Entnahme akuten Husten oder Brechreiz, sodass der geschulte Pfleger es nur schwer schafft, mit dem Wattestäbchen bis an den Rachen zu gelangen, wird der Testversuch als schwierig eingestuft. Der Pfleger teilt diese Information dann sofort via Knopfdruck, also via Handy an das Laboratorium mit“, so der Sprecher. 

Im Laboratorium wird dann analysiert, ob die entnommene Probe doch noch ausreichend ist, um ein Testergebnis zu erzielen. Wenn ja, bekommt die getestete Person diesen via SMS oder Anruf mitgeteilt. Ist es aufgrund der schwierigen Probenentnahme für die Fachleute im Laboratorium dann aber nicht möglich, ein eindeutiges Resultat zu erzielen, wird die betroffene Person darüber informiert und kann erneut an einem Test teilnehmen. 

„Als Alternative kann statt dem Rachen-Test im Drive-in beispielsweise auch ein Nasen-Test in einem Laboratorium angeboten werden, allerdings wird dieser von vielen als (noch) unangenehmer beschrieben“, so der Sprecher der Laboratoires Réunies. 

Misslungener Test und trotzdem ein Resultat? 

Schafft es der Pfleger beim PCR-Test mit dem Wattestäbchen nur bis auf die Zunge der getesteten Person - also nicht bis an den Rachen - wird der Testversuch als gescheitert einstuft. Die betroffene Person wird in der Folge dazu aufgefordert, den Test zu einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen. 


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„Dann erhält die Person natürlich kein Testergebnis per SMS. Wenn so etwas aber doch passiert, ist das ein Fall von menschlichem Versagen. Die betroffene Person sollte sich dementsprechend bei der zuständigen Testing-Helpline (Nummer: 28 55 83-1) melden, um den Fall aufzuklären“, rät der Sprecher der Laboratoires Réunies. 

Anders als von manchen behauptet, gebe es, was die Qualität der Tests angeht,  keinen Unterschied zwischen den beiden PCR-Methoden. „Beide Methoden, ob die Probenahme durch den Rachen oder durch die Nase, sind extrem zuverlässig, denn selbst kleinste Virenpartikel können so erkannt werden.  Zudem werden sowohl positive als auch negative Gegenkontrollen durchgeführt, sodass falsche Ergebnisse sehr unwahrscheinlich sind“, versichert der Sprecher der Laboratoires Réunies.   

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