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Corona: Online-Konzerte aus der Stube
Lokales 2 Min. 26.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Corona: Online-Konzerte aus der Stube

Andrea Galleti, Sänger und Gitarrist, versorgt seine Follower auf Facebook mit neu komponierten Liedern und Cover-songs - ies von seinem Wohnzimmer aus.

Corona: Online-Konzerte aus der Stube

Andrea Galleti, Sänger und Gitarrist, versorgt seine Follower auf Facebook mit neu komponierten Liedern und Cover-songs - ies von seinem Wohnzimmer aus.
Foto: Andrea Galleti
Lokales 2 Min. 26.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Corona: Online-Konzerte aus der Stube

Anne Julie HEINTZ
Anne Julie HEINTZ
In Zeiten der Corona-Krise spendet Musiker Andrea Galleti aus Schifflingen im Internet Trost mit Live-Auftritten.

Andrea Galleti verarbeitet seine Gedanken zur Corona-Krise und deren Folgen zurzeit in seinen Liedern. Das tägliche Musizieren schenkt dem 26-jährigen Sänger und Gitarristen Kraft. Denn auch an ihm gehen die aktuellen Geschehnisse nicht spurlos vorbei – sie stimmen ihn zunehmend nachdenklich. Eins aber steht für den Musiker aus Schifflingen fest: Die Corona-Krise könnte eine Chance sein, den Weg zurück zu einer solidarischeren Gesellschaft zu finden. 

 Genau das ist auch die Aussage in seinem neuen Lied „It's never gonna be the same again“, das er vor wenigen Tagen bezüglich der Corona-Krise auf seiner Facebook-Seite veröffentlicht hat. „Was gerade in der Welt los ist, ist schlimm. Aber wir müssen das Beste daraus machen und vor allem eine Lehre daraus ziehen. Jeder sollte die Zeit, die er jetzt zu Hause verbringt, nutzen, um nachzudenken und den eigenen, gewohnten Lebensstil in Frage zu stellen“, sagt der Sänger. 

Zusammenhalt fördern 

Auch er tue das zurzeit, betont er. Wie die meisten Luxemburger arbeitet Andrea Galleti seit zwei Wochen von zu Hause aus und ist darum bemüht, neue Gewohnheiten zu schaffen. Regelmäßig nimmt er tagsüber die Gitarre in die Hand, setzt sich an den Laptop und gibt via Facebook ein paar Lieder zum Besten. Mal sind es eigens komponierte Lieder, mal Cover-Songs. 

 „Nach Lust und Laune teile ich meine Musik mit den Leuten in den sozialen Netzwerken. Der Zusammenhalt und der Austausch sind zurzeit wichtiger denn je. Es tut gut, sich mitteilen zu können und zu wissen, dass man mit Musik anderen etwas Gutes tun kann in dieser doch sehr speziellen Zeit. Auch bin ich der festen Überzeugung, dass viele Leute wieder empfänglicher dafür sind, weil sie Zeit haben und zur Abwechslung nicht gestresst sind“, betont Galleti. 

Im Alter von sechs Jahren entdeckte er seine Leidenschaft für die Musik. Er nahm an Gesangswettbewerben für Kinder teil, spielte späterhin in der Band „Diario“ und startete nebenbei als Singer-Songwriter durch. Sein neues Soloprojekt „A-Drew“, bei dem er mit zwei weiteren Musikern aktiv ist, hat er erst vor wenigen Wochen gestartet. 

Wohnzimmer als Bühne 

„Ich wollte mich eigentlich intensiv auf dieses Projekt konzentrieren in den kommenden Monaten, doch daraus wird wegen der Corona-Krise voraussichtlich nichts. Da auch alle Konzerte abgesagt wurden, nutze ich fortan das Wohnzimmer als Bühne – wie viele andere Musiker übrigens auch – und lasse Musikbegeisterte per Live-Stream daran teilnehmen“, sagt der 26-Jährige. 


Rick Horsmans (l.) und Pol Bidaine leiten die Physiotherapeuten-Praxis „Beweegungsfabréck“ in Belval. Während die Praxis wegen der Corona-Krise geschlossen ist, bieten sie gratis Online-Kurse an.
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Zudem habe die Isolation zu Hause auch etwas Positives, sagt Andrea Galleti. Er habe endlich Zeit, Lieder fertigzuschreiben und neue zu komponieren. Er wünscht sich, dass auch andere die Zeit in Quarantäne nutzen würden, um sich wieder auf das Wesentliche zu konzentrieren, die Natur und auch die Ruhe wieder mehr zu schätzen.

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