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Corona-Krise bremst Grenzverkehr aus
Lokales 23.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Corona-Krise bremst Grenzverkehr aus

Kontrollen am Rastplatz Markusberg auf der A64 nach Trier.

Corona-Krise bremst Grenzverkehr aus

Kontrollen am Rastplatz Markusberg auf der A64 nach Trier.
Foto: Guy Jallay
Lokales 23.03.2020 Aus unserem online-Archiv

Corona-Krise bremst Grenzverkehr aus

An den Grenzen von Luxemburg nach Deutschland hat sich die Situation spürbar beruhigt. Der Verkehr ging stark zurück.

(dpa/lrs) - Eine Woche nach dem Start der Kontrollen an den Grenzen zu Luxemburg und Frankreich ist der Einreiseverkehr in Saarland und Rheinland-Pfalz stark zurückgegangen. „Es ist inzwischen total ruhig“, sagte der Sprecher der Bundespolizei Saarbrücken an der Grenze zu Frankreich. Es rollten vor allem Lastwagen mit Waren über die Grenze. Beim Autoverkehr seien es vor allem Pendler, die in Deutschland einreisten. 

Die kleineren Übergänge zu Frankreich und Luxemburg sind nach Angaben der Bundespolizei in Rheinland-Pfalz und im Saarland inzwischen geschlossen. Dies sei mit Barrieren wie Betonpoller, Sand oder Klötzen geschehen, sagte der Sprecher der Bundespolizei in Koblenz. Auch auf rheinland-pfälzischer Seite sei der Verkehr „stark zurückgegangen“ - wie auch die Zahl der Zurückweisungen.

Diese Grenzübergänge von Luxemburg nach Deutschland sind weiterhin geöffnet:

  • A 64 (Mesenich)
  • B 419 Wellen 
  • B 419 Wincheringen 
  • B 418 Wasserbilligerbrück 
  • B 257 (E29) Echternacherbrück 
  • B 50 Roth-Vianden 
  • B 410 Dasburg-Marnach 
  • B 407 / B 419 Perl-Schengen / Perl Apach (Kreisverkehr Dreiländereck) 
  • A 8 (Perl-Schengen)   

Zu Luxemburg sind in Rheinland-Pfalz lediglich noch fünf Grenzübergänge geöffnet, zu Frankreich sind es drei. Die Bundespolizei in Trier berichtete, am Sonntag seien nur noch 29 Personen an einer Einreise gehindert worden, am Samstag waren es 58 und am Freitag 105.


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Seit einer Woche wird der Einreiseverkehr an etlichen Übergängen an den Grenzen kontrolliert, um die Ausweitung der Corona-Pandemie einzudämmen. Bis auf wenige Ausnahmen dürfen nur noch Deutsche, Ausländer mit Wohnort und Aufenthaltsberechtigung in Deutschland, Pendler und Lastwagenfahrer, die wichtige Güter ins Land bringen, einreisen.


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