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Corona: Grenzkontrollen mit Lücken
Lokales 17.03.2020

Corona: Grenzkontrollen mit Lücken

Wie hier auf der Raststätte Markusberg, wird seit Montag an vielen Orten die Grenze kontrolliert.

Corona: Grenzkontrollen mit Lücken

Wie hier auf der Raststätte Markusberg, wird seit Montag an vielen Orten die Grenze kontrolliert.
Foto: Guy Jallay
Lokales 17.03.2020

Corona: Grenzkontrollen mit Lücken

Pierre SCHOLTES
Pierre SCHOLTES
An der Grenze zu Rheinland-Pfalz ist es bisher zu 530 Zurückweisungen gekommen - vor allem an Hauptachsen. An kleineren Übergängen sind die Kontrollen nur sporadisch.

Seit Montag kontrolliert die Bundespolizei an der Grenze zwischen Luxemburg und Deutschland. Wer keinen nachweislichen Grund hat nach Deutschland zu fahren, wie etwa Berufspendler, wird zurückgewiesen.

Wie die Bundespolizei aus Trier mitteilt, seien bis jetzt 530 Autofahrer zurückgewiesen worden. Stephan Döhn, Sprecher der Bundespolizei in Trier, erklärt die Hauptgründe für die Zurückweisungen: "Es handelt sich um Personen, die keinen triftigen Grund haben, um nach Deutschland einzureisen. Meist geht es um persönliche Besuche oder um Menschen, die persönlichen Bedürfnissen nachkommen wollen - einkaufen etwa."


4.3. Groussregion / Report Pendler / Arloner Autobahn bei Sterpenich Foto: Guy Jallay
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Die Bundespolizei achtet bei Kontrollen an den Grenzen nun auch verstärkt auf mögliche Corona-Patienten.

Auch wenn es zu Rückstaus komme, reagierten die meisten Pendler verständnisvoll auf die Kontrollen, so Döhn weiter. Der Hauptfokus der Kontrollen liege nach wie vor auf den Hauptverkehrsachsen - sprich den Autobahnen und Bundesstraßen. 

Für viele Berufspendler aus Deutschland klappt der Übertritt bisher dennoch verhältnismäßig reibungslos. Ein Pendler aus dem Saarland berichtet: „Für mich war der Grenzübertritt kein Problem. Ich habe den Zettel mit den Angaben meines Arbeitgebers vorgezeigt und wurde sofort durchgewunken.“

Auch kleinere Grenzübergänge, wie Vianden und Dillingen, würden kontrolliert, so Döhn weiter. Meist aber nur sporadisch. 

Ein Eindruck, den auch Guy Karier bestätigt. Seit 2012 haben der Luxemburger und seine Frau ihren festen Wohnsitz im deutschen Obersgegen nahe Vianden. Von Grenzkontrollen hat Karier bisher nichts mitbekommen: „Ich habe bis jetzt in Vianden keine Kontrollen bemerkt.“ Der Pendlerverkehr fließe normal, und auch die vielen Luxemburger, die im nahen Grenzgebiet wohnen, könnten ungehindert passieren. „Von einheitlichen Kontrollen kann keine Rede sein“, so Guy Karier weiter.   

Für die nächsten Tage rechnet die Bundespolizei mit einer Entspannung der Lage. Der Polizeisprecher erklärt: "Viele Menschen arbeiten von zu Hause aus und auch in Rheinland-Pfalz schließen immer mehr Geschäfte. Dadurch kommt es insgesamt zu weniger Grenzverkehr."

Übrigens: Wer Angst um seine Reifen hat, den kann Stephan Döhn beruhigen: "Die Bundespolizei aus Trier markiert - anders als es in den sozialen Medien dargestellt wird - keine Reifen an Autos, die zurückgewiesen wurden."

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