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Corona bremst Kampf gegen Aids
Lokales 01.12.2021
Welt-Aids-Tag

Corona bremst Kampf gegen Aids

In Luxemburg gab es im Jahr 2020 32 Neuinfektionen.
Welt-Aids-Tag

Corona bremst Kampf gegen Aids

In Luxemburg gab es im Jahr 2020 32 Neuinfektionen.
Foto: Shutterstock
Lokales 01.12.2021
Welt-Aids-Tag

Corona bremst Kampf gegen Aids

Jean-Philippe SCHMIT
Jean-Philippe SCHMIT
In Luxemburg wurde im Jahr 2020 ein Fünftel weniger HIV-Neuinfektionen festgestellt als im Jahr 2019. Die Zahl der Tests sank ebenfalls.

Im Coronajahr wurden 32 HIV-Neuinfektionen in Luxemburg festgestellt. Damit ist die Zahl der positiven Aids-Tests gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent gesunken, schreibt die HIV Berodung des Roten Kreuzes in einer Pressemitteilung. 75 mit HIV infizierte Patienten erhielten im Jahr 2020 zum ersten Mal eine Therapie.

Weniger Aids-Tests

Der Rückgang an festgestellten Neuinfektionen sei in allen Staaten Europas zu beobachten und scheint im Zusammenhang mit der Covid-19-Pandemie zu stehen, so die Pressemitteilung. Der Zugang zu Aids-Tests wurde durch den Lockdown und die weiteren sanitären Maßnahmen erschwert. 

Aufruf zu mehr Solidarität

Der Rückgang bei den Neuinfektionen erscheint somit nur auf den ersten Blick positiv, denn die Zahl der durchgeführten Aids-Tests ist im gleichen Zeitraum um ebenfalls 20 Prozent gesunken. „Und ist auch im Jahr 2021 noch nicht auf das normale Niveau zurück gependelt“, so die Mitteilung.


Weltweit leben Unicef zufolge derzeit rund drei Millionen Kinder und Jugendliche mit HIV.
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„Der Welt-Aids-Tag bleibt eine wichtige Gelegenheit, um über das HI-Virus, seine Übertragungswege und mögliche Präventivmaßnahmen zu informieren“, schreibt die Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) in der Pressemitteilung. Gleichzeitig solle auch die Solidarität gegenüber den betroffenen Personen gestärkt werden.

Die Covid-Pandemie droht den Kampf gegen das HI-Virus zu bremsen. Das Ziel der Regierung ist es, bis zum Jahr 2030 fast alle mit HIV infizierten Personen zu erkennen und mit antiretroviralen Medikamenten zu behandeln. Die Erfolgsaussichten der Therapie sind gut. Bei 95 Prozent dieser Personen soll die Virenlast durch die Therapie unter die Nachweisgrenze gebracht werden.


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