Contournement Kärjeng
Nun ist es so weit, Minister Wiseler, hat das Projekt der Umgehungsstraße für Kärjeng auf den Weg der Prozeduren gegeben. Was hierbei als Resultat heraus kommt steht eigentlich schon fest, ist Herr Wiseler als „Umweltminister“ doch teilweise selbst hierfür zuständig. Eine Tatsache die es eigentlich in einem gut funktionierendem Rechtsstaat so nicht geben dürfte. Wiseler und seine Mannen von „Ponts & Chaussées“ planen eine Trasse welche quer durch eine als Natura2000 aus gewiesene Zone verläuft und der selbe Wiseler erteilt als „Umweltminister“ die nötige Genehmigungen. Es ist jetzt nicht gerade so simplizichtig wie hier dargestellt aber unterm Strich läuft es darauf hinaus. Was für einen Sinn es macht schützenswerte Zonen auszuweisen, wo man dann später trotzdem machen kann was man will, ist nur sehr schwer nachvollziehen.
Von Seiten der Ponts & Chaussées wurde behauptet die Trasse über Sassenheimer Terrain sei die einzige Möglichkeit einer Umgehungstrasse für Kärjeng. Die politischen Verantwortlichen der Gemeinde Sanem waren da anderer Meinung und ließen gleich 3!! mögliche Varianten ausarbeiten die ausschließlich über Kärjenger Terrain führen. Dass diese Varianten von P&Ch verworfen wurden war vorauszusehen... überhaupt daran zu zweifeln dass die Trasse welche von P&Ch vorgeschlagen wird nicht die einzig mögliche ist, grenzte ja fast schon an Gotteslästerung.
Verworfen wurden all diese Varianten aus verkehrstechnischen Gründen, man könnte auf solch einer Straße keine 90km/h fahren ?!?! Die Frage sei erlaubt, ob man auf einer solchen Straße wirklich 90km/h schnell fahren muss. Der eigentliche Sinn dieser Straße liegt ja nun nicht darin schneller zu fahren sondern darin die Luxemburgerstraße in Kärjeng zu entlasten, oder? Ob dass mit 70km/h geschiet oder 90km/h dürfte eigentlich keine Rolle spielen. Eines hatten alle 3 Varianten, welche von den politischen Verantwortlichen der Gemeinde Sassenheim proposiert wurden, der Variante von P&Ch voraus, alle 3 waren umweltfreundlicher.. Was auch auf der Hand liegt, weil keine dieser Varianten quer durch ein Naherholungsgebiet führt, welches auch noch als Habitatszone (Natura2000) ausgewiesen ist. Ob 20km/h mehr oder weniger das Zerstören einer solchen Zone rechtfertigt ist mehr als fraglich. Zumindest unser Umweltminister müsste sich diese Frage stellen, aber wie oben schon erwähnt ist er es selbst welcher diese Straße bauen will....sic
Herr Wiseler täte gut daran sich vor Ort zu überzeugen wie viele Menschen, dieses Gebiet als Naherholungsgebiet nutzen, sowohl Kärjenger als auch Sassenheimer Bürger.
Die nächste Frage und diese ist eigentlich die Frage die man sich als aller Erstes stellen muss. Brauch Kärjeng überhaupt eine Umgehungsstraße? Und bringt diese Straße den erwünschten Effekt?
In der Luxemburger Straße, befinden sich 4 Tankstellen, ein großer Supermarkt, 2 Fastfood Restaurants, eine Schule, diverse Sportstätten, einige Cafés und so weiter und so fort. Der, durch all diese Aktivitäten resp. Angebote entstehende Verkehr wird auf jeden Fall nicht zurückgehen. Bleibt der Berufsverkehr, der Ausbau der Bahnstrecke Petingen-Luxemburg sollte auf jeden Fall Entlastung bringen. Ein Park&Ride in Rodange z.B . würde sicherlich zusätzlich Pendler dazu bringen auf den ÖT umzusteigen. Die neue TICE-Linie 14 schaft eine zusätzlich Verbindung mit dem Bahnhof Kärjeng. Es gilt das Angebot des ÖT weiter zu verbessern und attraktiver zu gestallten. Wenn all diese Möglichkeiten durchdacht und ausgeschöpft sind, kann man eigentlich davon ausgehen dass sich die Frage einer zusätzlichen Straße nicht mehr stellt.
Der Bau einer neuen Straße hat noch nie den Verkehr vermindert, die Förderung des ÖT hingegen schon.
Geint ee Contournement a fier eng Mobiliteit mat Zukunft
Bettendorff Jeannot