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Eine Umgehungsstraße für mehr Sicherheit
Lokales 3 Min. 10.09.2021
Contournement Dippach-Gare

Eine Umgehungsstraße für mehr Sicherheit

Die Umgehungsstraße wird 2,2 km lang. Dabei wurde auch an die sanfte Mobilität gedacht.
Contournement Dippach-Gare

Eine Umgehungsstraße für mehr Sicherheit

Die Umgehungsstraße wird 2,2 km lang. Dabei wurde auch an die sanfte Mobilität gedacht.
Illustration: Ponts et chaussées
Lokales 3 Min. 10.09.2021
Contournement Dippach-Gare

Eine Umgehungsstraße für mehr Sicherheit

Lucien WOLFF
Lucien WOLFF
Die lange Wartezeiten am Bahnübergang in Dippach-Gare sollen in gut drei Jahren vorbei sein. Dann soll nämlich der Contournement stehen.

Seit vielen Jahren wird über eine Umgehungsstraße von Dippach-Gare diskutiert: Nun wurde das Projekt vorgestellt. Bis Ende 2024 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein und die langen Wartezeiten an der Bahnschranke PN 5 der Vergangenheit angehören.

10.000 Fahrzeuge werden an dieser Stelle täglich gezählt. 107 Personenzüge passieren den Bereich jeden Tag, was mit sich bringt, dass die Bahnschranke bis zu 40 Minuten pro Stunde geschlossen ist. Seit 2005 wird davon gesprochen, die Schranke zu entfernen.


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Der Bau eines Contournement, realisiert von der Straßenbauverwaltung und der nationalen Eisenbahngesellschaft CFL, wurde am Donnerstagabend von Mobilitätsminister François Bausch (Déi Gréng) und den Schöffenräten der Gemeinden Dippach und Reckingen/Mess in einem gut gefüllten Kulturzentrum Norbert Sassel in Bettingen/Mess vorgestellt.

Die Arbeiten bezwecken eine Verbesserung der Sicherheit für den Zug- und den Straßenverkehr sowie für die Radfahrer und Fußgänger; einen verbesserten Verkehrsfluss sowie eine Verbesserung der Lebensqualität für die Anrainer.

2,2 Kilometer lang

In seiner Ansprache hob der Dippacher Schöffe Max Hahn (DP) die Wichtigkeit dieser Versammlung hervor, deren große Zuhörerzahl das Interesse der Bürger für dieses Riesenprojekt bekunde.

Bürgermeister Carlo Muller aus der Nachbargemeinde Reckingen/Mess sprach von einer Entlastung für beide Gemeinden und besonders für die Einwohner der Ortschaft Limpach. Er zeigte sich ebenfalls zufrieden darüber, dass die sanfte Mobilität mit eingebunden wird.

Betroffen von der Umgehung sind die Ortschaften Reckingen/Mess, Bettingen/Mess, Dippach-Gare und indirekt das Wohnviertel Haard.
Betroffen von der Umgehung sind die Ortschaften Reckingen/Mess, Bettingen/Mess, Dippach-Gare und indirekt das Wohnviertel Haard.
Illustration: Mobilitätsministerium

Laurent Wolter von den Ponts et Chaussées stellte die Details des Projektes vor. Anhand von Fotos konnten sich die anwesenden Bürger ein Bild von dem aktuellen Zustand und von den vorgesehenen Arbeiten machen. Betroffen sind die Ortschaften Reckingen/Mess, Bettingen/Mess, Dippach-Gare und indirekt das Wohnviertel Haard. Wichtig zu wissen ist, dass bei der Verwirklichung der Zweigleisigkeit der Strecke Petingen-Luxemburg (2010) schon eine Brückenkonstruktion für die insgesamt 2,2 Kilometer lange Umgehungsstraße gebaut worden war.


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Um den Gesamteinschränkungen des Geländes Rechnung zu tragen, wird die Streckenführung für eine Geschwindigkeit von 70 km/h ausgelegt. In Reckingen/Mess, dem Beginn der Umgehungsstraße, entsteht eine sogenannte T-Kreuzung, wobei die heutige Verkehrsführung zur Bahnschranke zum toten Arm wird. In Bettingen/Mess wird die Umgehungsstraße in Höhe des Kreisels N13/CR103 unterirdisch verlegt.

20,5 Millionen Euro teuer

Bezüglich des Lärmschutzes hat die Straßenbauverwaltung alle möglichen Vorsichtsmaßnahmen getroffen, um durch Schallschutzwände oder Dämme die Lebensqualität der Anrainer zu erhalten. Dies gilt auch in puncto Baustelle. Bei den Erdarbeiten wird Sorge getragen, dass das Aushubmaterial wiederverwendet werden kann. Der Lärm wird kaum stören. „Wir bauen auf der grünen Wiese und haben eigentlich wenig Kontaktpunkte mit dem Verkehr”, so Laurent Wolter.

An Überquerungswege für landwirtschaftliche Fahrzeuge wurde ebenfalls gedacht. Und auch der sanften Mobilität wurde Rechnung getragen – eine Forderung beider Gemeinden. So beinhaltet das Projekt eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke. Diese wird 85 Meter lang und drei Meter breit werden und über die Nationalstraße führen. Das Netz der Fahrradpisten wird ebenfalls ausgebaut in den beiden Gemeinden.

Außerdem soll es zusätzlich zu einer Verkehrsberuhigung in Dippach-Gare kommen – dies durch einen Umbau der vorhandenen Straßen.


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Am Donnerstagabend stellte Minister François Bausch das Projekt vor. Die Umgehungsstraße wird zwischen 75 und 102 Millionen Euro kosten.

Vorgesehen sind ferner drei Wasserrückhalteinstallationen mit einem Gesamtvolumen von 900 Kubikmetern. Daneben wird die Moulterbaach renaturiert.

Der Kostenpunkt des gesamten Projekts beträgt 20,5 Millionen Euro. Die Arbeiten sollen im Frühjahr 2022 beginnen und Ende 2024 abgeschlossen sein.

Die am Ende der Vorstellung von den Bürgern aufgeworfenen Fragen betrafen vor allem die langen Wartezeiten an der Bahnschranke PN 5. In dieser Hinsicht gab Alain Bombardella vom CFL-Infrastrukturmanagement die nötigen Erklärungen. Die lange Schließung der Schranken ist durch eine komplexe Sicherheitsprozedur bedingt und konnte in jüngster Vergangenheit um 25 Prozent reduziert werden. „Mehr ist beim besten Willen nicht drin“, so Alain Bombardella. 

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