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Containerdorf in Steinfort: Regierung legt Berufung ein
Lokales 15.09.2016

Containerdorf in Steinfort: Regierung legt Berufung ein

Vorerst ist der Bau des Containerdorfs an rechtlichen Hürden gescheitert.

Containerdorf in Steinfort: Regierung legt Berufung ein

Vorerst ist der Bau des Containerdorfs an rechtlichen Hürden gescheitert.
Grafik: MDDI
Lokales 15.09.2016

Containerdorf in Steinfort: Regierung legt Berufung ein

Luc EWEN
Luc EWEN
Die Regierung wird Berufung einlegen gegen das Urteil zum Bau eines Flüchtlingsheimes in Steinfort. Zudem wird das Containerdorf vorerst nicht gebaut.

(L.E.) - Die Regierung wird Berufung einlegen gegen das rezente Gerichtsurteil in Sachen Containerdorf in Steinfort. Zudem wird das Containerdorf vorerst nicht gebaut. Das gaben Minister François Bausch und Staatssekretär Camille Gira am Donnerstagnachmittag bekannt.

Das Urteil hätte, wenn es rechtskräftig würde große Auswirkungen auf alle künftigen Bauprojekte in Luxemburg. Deshalb habe die Regierung beschlossen, Berufung einzulegen, so Gira.

Bausch fügte hinzu, dass man das allgemeine juristische Problem und die Sachlage im Fall Steinfort trennen müsse. Vorerst werde das POS zum Bau des Containerdorfes nicht weitergetrieben. Allerdings werde man auf das Angebot des Steinforter Gemeinderates zurückkommen, ein Inventar der Gebäude in der Gemeinde aufzustellen, die als Flüchtlingsunterkunft in Frage kämen.

Eine Bürgerinitiative hatte gemeinsam mit zwei Einwohnern aus Steinfort geklagt, um die Annullierung einer Entscheidung des Ministers für nachhaltige Entwicklung und Infrastrukturen, François Bausch, zu erreichen. Der Minister hatte am 19. November 2015 beschlossen, keine Umweltstudie im Rahmen des Projektes eines „Plan d'occupation du sol“ (POS) in Auftrag zu geben.


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