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Contact Tracing: Mehr Platz, mehr Personal
Lokales 5 13.11.2020 Aus unserem online-Archiv

Contact Tracing: Mehr Platz, mehr Personal

Bis zu 220 Menschen arbeiten jeden Tag in dem Gebäude in Findel.

Contact Tracing: Mehr Platz, mehr Personal

Bis zu 220 Menschen arbeiten jeden Tag in dem Gebäude in Findel.
Foto: Anouk Antony
Lokales 5 13.11.2020 Aus unserem online-Archiv

Contact Tracing: Mehr Platz, mehr Personal

Sophie HERMES
Sophie HERMES
Rund 220 Mitarbeiter kontaktieren im Rahmen das Contact Tracings Personen, die mit Covid-19 infiziert sind und beantworten die Hotline. Seit Oktober arbeiten sie in den ehemaligen Ferrero-Büros in Findel.

Alleine am Freitag wurden 713 Personen in Luxemburg positiv auf Covid-19 getestet. Auch wenn sich die Zahlen in den vergangenen Tagen stabilisiert haben, bleiben sie auf hohem Niveau. Für das Contact-Tracing-Team ist dies eine Herausforderung. Denn jede einzelne Person, die positiv getestet wird, muss kontaktiert werden. Das Gespräch ist wichtig, denn es hilft, die Risiko-Kontakte zu ermitteln und Infektionsketten zu unterbrechen. Doch es nimmt auch Zeit in Anspruch – im Schnitt 45 Minuten pro Telefonat.


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Um dem Aufwand gerecht zu werden, wurde das Contact-Tracing-Team zuletzt zahlenmäßig aufgestockt. So helfen mittlerweile auch 68 Luxair-Mitarbeiter aus. Ihren Arbeitsweg mussten diese nur unwesentlich ändern, denn das Contact Tracing wird seit Ende Oktober ebenso wie die Hotline der Santé aus den ehemaligen Ferrero-Räumlichkeiten in Findel ausgeführt. Auf zwei Stockwerken sitzen in diesem Gebäude tagtäglich zwischen 200 und 220 Menschen an ihren Arbeitsplätzen, um Infizierte zu kontaktieren oder aber besorgte Bürger, die sich an die Hotline wenden, zu informieren.

1.000 Telefonate am Tag

„Aktuell sind wir gut aufgestellt“, erklärt Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP), die am Freitag zusammen mit Luxair-Generaldirektor Gilles Feith die neuen Räumlichkeiten besuchte. „Unser Personal ist es gewohnt, Kontakt mit Menschen zu haben“, sagt Feith, der im Frühjahr zu Beginn der Pandemie noch in der Cellule de crise mitgewirkt hatte und demnach weiß, wo Not am Mann ist.


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Das Aushelfen im Contact-Tracing-Team ermögliche es dem Luxair-Personal in einer Phase, in der der Flugverkehr zu einem großen Teil ruht, eine Beschäftigung zu haben. Wie Feith betont, hätten sich all jene Luxair-Mitarbeiter, die nun aushelfen, freiwillig hierfür gemeldet. Zudem hilft auch Personal der WSA, der Administration pénitentiaire sowie von diversen weiteren Verwaltungen aus.


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Das Contact-Tracing-Team kann derzeit pro Tag bis zu 1.000 Personen kontaktieren, um ihre Kontakte nachzuverfolgen. Dennoch gebe es bei den Telefonaten immer noch einen Verzug von vier bis fünf Tagen. Sollten die Zahlen nicht erneut ansteigen, ist man jedoch zuversichtlich, diesen Rückstand bis Anfang oder Mitte der kommenden Woche aufgeholt zu haben und die Infizierten dann wieder zeitnah kontaktieren zu können.  

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