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Colonel Gretsch: Kein Gespräch mit Kohnen
Lokales 07.02.2014 Aus unserem online-Archiv

Colonel Gretsch: Kein Gespräch mit Kohnen

Colonel Gretsch: "Das was Kohnen ausgesagt hat, ist falsch!"

Colonel Gretsch: Kein Gespräch mit Kohnen

Colonel Gretsch: "Das was Kohnen ausgesagt hat, ist falsch!"
Foto: Serge Waldbillig (Archiv)
Lokales 07.02.2014 Aus unserem online-Archiv

Colonel Gretsch: Kein Gespräch mit Kohnen

„Ich habe ein sehr gutes Erinnerungsvermögen“, sagt Colonel Michel Gretsch, „und das obwohl ich Offizier bin. An ein Gespräch mit Pierre Kohnen kann ich mich aber nicht erinnern.“ Das was Kohnen am Donnerstag im Bommeleeër-Prozess ausgesagt hat, sei schlichtweg falsch.

(str) - „Ich habe ein sehr gutes Erinnerungsvermögen“, sagt Colonel Michel Gretsch, „und das obwohl ich Offizier bin. An ein Gespräch mit Pierre Kohnen kann ich mich aber nicht erinnern.“

Das was Kohnen am Donnerstag im Bommeleeër-Prozess ausgesagt hat, sei schlichtweg falsch, betont Colonel Gretsch gegenüber dem „Luxemburger Wort“. „Ich hatte, als ich Kommandant der Armee war, nicht einmal einen Panzerschrank im Büro“, unterstreicht Gretsch. „Und Stay Behind war bekanntlich keine Sache der Armee, sondern des Geheimdiensts. Ich hatte demnach auch nie eine Liste mit den Mitgliedern“. Dass Kohnen nicht bei ihm im Büro gewesen sei, sei zudem sehr leicht nachzuprüfen, denn alle Besucher des Armeekommandos würden in ein Register eingetragen.

Flammang und Stay Behind

Pierre Kohnen hatte am Donnerstag vor der Kriminalkammer ausgesagt, es habe nach dem Selbstmord von Polizei-Waffenmeister Henri Flammang einen Verdacht gegeben, dieser könnte Teil des Stay-Behind-Netzwerks „PLAN“ gewesen sein. Er habe damals Kontakt, zum damaligen Armeechef Colonel Gretsch aufgenommen, um ihn zu fragen, zu wessen Kompetenz das geheime Netzwerk gehöre. Gretsch habe ihm versichert, das sei Sache der Armee.

Gretsch habe ihn dann auch gleich in seinem Büro im Armee-Kommando empfangen. Dann habe er ihm erklärt, was es mit Stay Behind auf sich habe. Aus einem Panzerschrank in seinem Büro habe Gretsch dann eine Kiste genommen, so Kohnen, in der sich die Liste aller Stay-Behind-Mitglieder befunden hätte und beide hätten die Liste dann durchgesehen.

Colonel Gretsch bestreitet diese Darstellung von Kohnen formell.


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