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Claude Meisch: Eine Übergangsphase
Lokales 3 Min. 25.05.2020 Aus unserem online-Archiv

Claude Meisch: Eine Übergangsphase

Claude Meisch besuchte am Montag die Schule Ribeschpont in Düdelingen.

Claude Meisch: Eine Übergangsphase

Claude Meisch besuchte am Montag die Schule Ribeschpont in Düdelingen.
Foto: Lex Kleren
Lokales 3 Min. 25.05.2020 Aus unserem online-Archiv

Claude Meisch: Eine Übergangsphase

Nicolas ANEN
Nicolas ANEN
Für die Rentrée war Bildungsminister Claude Meisch in der Düdelinger Schule Ribeschpont zu Besuch. Dort betonte er, dass die aktuelle Schulorganisation ein Übergangsmodell darstellt.

Dass die Rentrée in der Düdelinger Schule Ribeschpont problemlos verlaufen ist, davon überzeugte sich Bildungsminister Claude Meisch am Montagmorgen selbst. Mit rotem Schlauchtuch ausgestattet, "eine Farbe die zu Düdelingen passt", besuchte er mehrere Klassen und sprach mit Schülern im Pausenhof.

Claude Meisch im Gespräch mit jungen Schülerinnen.
Claude Meisch im Gespräch mit jungen Schülerinnen.
Foto: Lex Kleren

"Zufriedene Kinder"

Er sei froh, "zufriedene Kinder gesehen zu haben, die sich mit der neuen Normalität anfreunden". Klar sei, dass die Schule "nicht mehr so sei wie vorher", die Kinder würden die neuen Bestimmungen aber einhalten. So hatten tatsächlich alle Kinder Maske oder Buff an. Manche behielten sie sogar während des Unterrichts im Klassensaal an.

Die Kinder seien wohl noch nie so froh gewesen, zurück in die Schule zu gehen, beurteilte der Minister. Was ihm zuvor auch der eine oder andere Schüler bestätigt hatte. 

Wobei hinzugefügt werden muss, dass die meisten doch relativ eingeschüchtert waren, als neben dem Minister und dem Bürgermeister auf einmal ein Tross von maskierten Journalisten und Fotografen in ihrer Klasse auftauchten.

Ein "Übergangsmodell"

Die Schüler sitzen an einzelnen Bänken. Manche haben ihre Maske während dem Unterricht anbehalten.
Die Schüler sitzen an einzelnen Bänken. Manche haben ihre Maske während dem Unterricht anbehalten.
Foto: Lex Kleren

Die Schule, wie sie nun organisiert ist, bezeichnete der Minister als "Übergangsmodell". Er hoffe, dass nach den Sommerferien im September eine größere Normalität herrschen werde, auch wenn dann manche Sicherheitsregeln wohl weiterhin eingehalten werden müssen. 

"Für mich ist klar, dass im September die Schule nicht unter den gleichen Bedingungen eröffnen wird", sagte er. Denn aktuell habe jedes Kind nur jede zweite Woche Schule, "das kann kein Dauerzustand sein". Dies, weil die Klassen systematisch in zwei Gruppen aufgeteilt wurden.

Er persönlich hoffe, dass bereits vor dem 15. Juli die eine oder andere Maßnahme gelockert werden könne, das hänge aber von der Weiterentwicklung der Virusverbreitung ab. Die Rentrée am Montag sei bisher der größte Schritt in Richtung zurück zur Normalität gewesen, betonte er. 

Meisch: Rückkehr war notwendig

Diese Rückkehr zur Schule sei wichtig, damit Schüler das Wissen, das sie sich zu Hause angeeignet haben, festigen können. Das Lernen auf Distanz habe gut funktioniert und die Lehrer hätten sich enorm engagiert, so der Minister noch. "Aber es ist nicht das Gleiche, den Schüler vor sich zu sehen", so Claude Meisch. Außerdem werden in der Schule auch Sozialkompetenzen vermittelt. 

Das bestätige auch der Präsident des Schulkomitees Nicolas Goerges. Der logistische Aufwand sei groß gewesen, aber seine Schüler, aus dem vierten Zyklus, seien alle froh wieder zurück zu sein.

Chaos ausgeblieben

Das von einigen angekündigte Chaos sei ausgeblieben, stellte Meisch fest. Am Montag bestand laut seinen Informationen nirgends Personalmangel. Er sehe aber ein, dass die ganze Organisation in den vergangenen Wochen sehr aufwendig gewesen sei und sprach von einer "Heidenarbeit". Dies, weil die Gegebenheiten in jeder Schule anders waren.


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Dies konnten Bürgermeister Dan Biancalana (LSAP) und Schülschöffin Josiane Di Bartolomeo (LSAP) nur bestätigen. 

So erzählte Josiane Di Bartolomeo, dass nicht alle Eltern, die das Einschreibeformular für die Maison relais ausgefüllt hatten, es wohl immer richtig verstanden hatten. 

Deshalb habe die Stadt entschieden, alle Eltern einzeln anzurufen, um sicherzugehen, dass sie ihr Kreuz an richtiger Stelle gemacht hatten.

Dan Biancalana (l.) und der Präsident des Schulkomitees Nicolas Goerges (r.) im Gespräch mit Claude Meisch.
Dan Biancalana (l.) und der Präsident des Schulkomitees Nicolas Goerges (r.) im Gespräch mit Claude Meisch.
Foto: Lex Kleren

Dan Biancalana unterstrich, dass man gewillt gewesen sei, die bestmöglichen Lösungen zu finden. Die Stadt hat insgesamt 50 zusätzliche Personen eingestellt, um die Aufsicht in den Maison relais garantieren zu können. 

Geholfen hat auch, dass viele Eltern, die sonst auf die Maison relais zurückgreifen, dieses Mal davon abgesehen habe, ihre Kinder einzuschreiben. So ging die Anzahl an Schulkinder, die die Maison relais besuchen, von normalerweise etwa 50 Prozent auf jetzt etwa 40 Prozent zurück, so Josiane Di Bartolomeo.

Aufsicht vor Schulbeginn kommt nach Pfingstferien 

In den vergangenen Wochen hatte die Ankündigung einer Aufsicht vor Schulbeginn für Aufregung gesorgt. Claude Meisch erklärte dazu am Montag, dass eine solche Aufsicht nach den Pfingstferien kommen solle. Allerdings werde diese nicht vom Schulpersonal erledigt werden. 

Zwei Personen sollen sie pro Schule garantieren. Außerdem soll sie aufs Mindeste reduziert werden. Sie soll Eltern vorenthalten werden, die berufsbedingt keine andere Wahl haben und dies auch bescheinigen können. Dies um eine Vermischung der Schüler im Pausenhof vor Schulbeginn zu verhindern. Die genauen Modalitäten werden noch ausgearbeitet.  

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