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CIGR Syrdall: Noch viele offene Fragen
Lokales 2 Min. 23.10.2019

CIGR Syrdall: Noch viele offene Fragen

Die in der Halle durchgeführten Arbeiten waren am Dienstag Schwerpunkt einer Besichtigung in Begleitung eines Experten.

CIGR Syrdall: Noch viele offene Fragen

Die in der Halle durchgeführten Arbeiten waren am Dienstag Schwerpunkt einer Besichtigung in Begleitung eines Experten.
Foto: Anouk Antony
Lokales 2 Min. 23.10.2019

CIGR Syrdall: Noch viele offene Fragen

Rita RUPPERT
Rita RUPPERT
Die Lage bei der Beschäftigungsinitiative bleibt weiter angespannt. Am Mittwoch will CIGR-Präsident Mike Hagen auf die Vorwürfe reagieren.

Schenkt man Jean Schiltz, Vizepräsident des CIGR (Centre d’initiative et de gestion régional) Syrdall Glauben, so kann die missliche Lage bei der Beschäftigungsinitiative nur durch die Trennung von verschiedenen Personen gelöst werden

"Alle sind nervös", sagt CIGR-Vize-Präsident Jean Schiltz.
"Alle sind nervös", sagt CIGR-Vize-Präsident Jean Schiltz.
Foto: Gerry Huberty

Wie er dem „Luxemburger Wort“ gegenüber gestern nach der Sitzung des Verwaltungsrates zu verstehen gab, seien alle nervös. Im Kreuzfeuer der Kritik steht allen voran der Coordinateur général.   

Beim Rundgang durch die Halle im Industriegebiet Schaedhaff in Sandweiler mit den Mitgliedern hat LW-Informationen zufolge ein Experte eine Reihe von Fragen aufgeworfen, unter anderem zu den Qualifikationen der Verantwortlichen. 

Was die Vorwürfe anbelangt, will CIGR-Präsident Mike Hagen am Mittwoch reagieren. 

Griff in die Barkasse

Fragen werfen derweil auch Unregelmäßigkeiten in der Barkasse der Beschäftigungsinitiative und der Umgang damit auf. LW-Informationen zufolge war 2014 aufgefallen, dass eine beträchtliche Summe in der Kasse fehlte. Die Rede ist von rund 15.000 Euro. Eine damalige Angestellte soll das Geld für private Zwecke genutzt haben. 

Den Griff in die Kasse soll die Frau vor dem Verwaltungsrat gestanden haben. Zur Anzeige gebracht wurde die Straftat allerdings nicht, mit dem Hinweis, man wolle kein Aufsehen in der Öffentlichkeit erregen. Die implizierte Angestellte zahlte lediglich einen kleinen Teil der gestohlenen Summe zurück, kündigte und verpflichtete sich, das Ganze geheim zu halten. 


Lokales, Sandweiler, Industriezone, CIGR Syrdall, Foto: Anouk Antony/Luxemburger Wort
CIGR Syrdall: Pikante Details zu schwerwiegenden Vorwürfen
Beim CIGR Syrdall brodelt es weiter. Immer mehr Informationen sickern durch und werfen ein schlechtes Licht auf die Verantwortlichen.

Der fehlende Betrag soll schließlich in der Jahresbilanz als perte exceptionnelle notiert worden sein, wie aus gut unterrichteter Quelle zu erfahren war. 

Verwerflich ist die Vorgehensweise insofern, als die Beschäftigungsinitiative zu 100 Prozent aus öffentlichen Geldern (Staat und Gemeinden) finanziert wird und der Diebstahl hätte angezeigt werden müssen. 

Kein Zweifel an Präsident Mike Hagen

„Ich habe vollstes Vertrauen in Mike Hagen und die Justiz“, sagte indes Gilles Baum (DP), Abgeordneter und Schöffe der Gemeinde Junglinster, auf Nachfrage. Mit Hagen, Gemeinderatsmitglied in Junglinster, bestehe seit jeher eine gute Zusammenarbeit. Was das Finanzmanagement betrifft, habe er keinen Grund, daran zu zweifeln. „Die Konten wurden von einem Wirtschaftsprüfer kontrolliert“, so Baums Argument. 

Allgemein kann der liberale Abgeordnete jedoch keine Aussage zu den angeblichen Missständen machen: „Ich habe nie an einer Sitzung des Verwaltungsrates teilgenommen, da ich an den jeweiligen Terminen entweder in einer Schöffenratssitzung war oder in der Chamber zu tun hatte“, so Baum.

„Eine gute Sache“

Einer Meinung sind übrigens alle, was die Ziele des CIGR Syrdall betrifft: Arbeitslose Frauen und Männer auszubilden, damit sie auf dem ersten Arbeitsmarkt Fuß fassen können. „Der CIGR ist eine gute Sache“, so das Credo aller Mitgliedsgemeinden.


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