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CIGR Syrdall: Gemeinde Contern tritt aus
Lokales 12.02.2020

CIGR Syrdall: Gemeinde Contern tritt aus

Fünf Gemeinden gehören aktuell dem CIGR-Syrdall an - das wird sich ändern.

CIGR Syrdall: Gemeinde Contern tritt aus

Fünf Gemeinden gehören aktuell dem CIGR-Syrdall an - das wird sich ändern.
Foto: Anouk Antony
Lokales 12.02.2020

CIGR Syrdall: Gemeinde Contern tritt aus

Rita RUPPERT
Rita RUPPERT
Nachdem es immer wieder neue Enthüllungen rund um angebliche Missstände beim Centre d'initiative et de gestion regional Syrdall gab, tritt die Gemeinde Contern zum 1. September aus.

Die Gemeinde Contern ist ab dem 1. September kein Teil mehr des CIGR (Centre d'initiative et de gestion regional) Syrdall. Den entsprechenden Beschluss fasste der Gemeinderat einstimmig in seiner Sitzung am Mittwochabend. "Das nötige Vertrauen ist nicht mehr vorhanden", erklärte Bürgermeisterin Marion Zovilé-Braquet (CSV).  


Lokales, CIGR Syrdall, Foto: Lex Kleren/Luxemburger Wort
CIGR Syrdall: Neue Interna enthüllt
Der ehemalige technische Koordinator, dem 2017 gekündigt worden war, gibt jetzt Interna über die Beschäftigungsinitiative preis.

Seit dem 9. Oktober vergangenen Jahres, als der Schöffenrat der Gemeinde Contern Klage gegen unbekannt sowie einen Mitarbeiter der Beschäftigungsinitiative eingereicht hatte, gab es immer wieder neue Enthüllungen rund um angebliche finanzielle Missstände in der finanziellen und personellen Verwaltung. Im Kreuzfeuer der Kritik steht insbesondere der langjährige Coordinateur général.

Noch am Mittwochmorgen sei ein ehemaliger Mitarbeiter der CIGR Syrdall beim Schöffenrat vorstellig geworden, um ihm seine Beschwerden vorzutragen, so die Bürgermeisterin. Fakt sei, dass die Angestellten mit ihren Sorgen allein gelassen werden. Seit Februar 2019, als die betreffende Mitarbeiterin gekündigt habe, gebe es keine psychologische Hilfe mehr. Dem Schöffenrat sei auch zugetragen worden, dass die Arbeiter nicht mehr mit ihrem Personaldelegierten sprechen dürften.  

"Zusammenarbeit macht keinen Sinn mehr"

Seit Mai 2019 hätten weder sie, noch Schöffe Fernand Schiltz schriftliche Berichte der Verwaltungsratssitzungen erhalten. Sie selbst sei in den Treffen heftigen Verbalattacken von Verwaltungsratspräsident Mike Hagen ausgesetzt gewesen. Die Zusammenarbeit mache keinen Sinn mehr, weil kein Vertrauen mehr vorhanden sei. 

Die Kündigung der Zusammenarbeit zum 1. September hat einen praktischen Hintergrund: Laut Marion Zovilé-Braquet sollen die Arbeiter nicht von einem Tag auf den anderen auf der Straße stehen, sondern die Möglichkeit haben, sich nach einem neuen Job umzusehen. Auch die Gemeinde und die Vereine sollen sich anders organisieren können, beispielsweise was das Verteilen von Flyern an die Haushalte oder Arbeiten bei Einwohnern betrifft. 


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