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Chortreffen in Luxemburg: Das Lob Gottes singen
Lokales 2 Min. 11.07.2015 Aus unserem online-Archiv

Chortreffen in Luxemburg: Das Lob Gottes singen

Die Pueri Cantores beim Festgottesdienst am 3. Juli in der Kathedrale von Luxemburg.

Chortreffen in Luxemburg: Das Lob Gottes singen

Die Pueri Cantores beim Festgottesdienst am 3. Juli in der Kathedrale von Luxemburg.
Foto: Marc Jeck
Lokales 2 Min. 11.07.2015 Aus unserem online-Archiv

Chortreffen in Luxemburg: Das Lob Gottes singen

Im Rahmen des 7. Deutschen Chorfestivals in Trier kam auch eine Delegation von 40 Kinder- und Jugendchören nach Luxemburg.

„Gott liebt diese Welt“: Unter diesem Motto versammelten sich 100 Chöre mit etwa 3 000 Kindern und Jugendlichen Anfang Juli in Trier. Eine Delegation von 40 Kinder- und Jugendchören kam auch nach Luxemburg.

Musikalische Botschafter für den Frieden in der Welt: Das war der Grundgedanke des Gründervaters Fernand Maillet, als er nach dem Zweiten Weltkrieg den Chorverband Pueri Cantores ins Leben rief.

Das 7. Deutsche Chorfestival des Verbandes der Pueri Cantores ist Teil des Kunstprojektes „Freude und Hoffnung, Trauer und Angst“ der deutschen Bischofskonferenz zum 50. Jubiläum des Zweiten Vatikanischen Konzils. „Der Gesang ist eine wirksame Methode, am Frieden zu arbeiten“, erklärte der Trierer Bischof Ackermann, der vom 1. bis zum 5. Juli rund 3 000 singende Kinder und Jugendliche in der Domstadt begrüßen konnte.

„Singen kann man nur,
 wenn man das Leben liebt“

Am vergangenen 3. Juli machten die Mädchenchöre und gleichstimmige Jugendchöre – darunter die Mädchenkantoreien aus dem Münchener Dom, dem Paderborner Dom, dem Limburger Dom, dem Kölner Dom sowie der Jugendkathedralchor aus dem Berliner Dom – Station in Luxemburg.

„Wir wollen unsere Freude über die Grenzen tragen“, betonte  Dr. Marius Linnenborn, Bundespräses der Pueri Cantores, zu Beginn eines Festgottesdienstes in der Kathedrale von Luxemburg, dem Erzbischof Jean-Claude Hollerich vorstand und an dem ebenfalls u. a. Dompfarrer Henri Hamus teilnahm.

In seiner Predigt unterstrich Erzbischof Hollerich: „Wenn wir die Wunden im Leben nicht annehmen, können wir das Leben auch nicht annehmen.  Singen kann man nur, wenn man das Leben liebt.“ Für den Oberhirten der katholischen Kirche in Luxemburg sei Singen mehr als nur das „Absingen von Noten“. Singen komme vom Herzen. „Nur aus dem Leben heraus kann man das Lob Gottes singen“, meinte der Erzbischof weiter.

Musikalischer Höhepunkt der Feier war die Uraufführung der  eigens vom Eichstätter Domkapellmeister Christian Matthias Heiß für das Chorfestival komponierten „Missa Pueri Cantores Treverensis“, bei der alle Chöre gemeinschaftlich in die Messgesänge einstimmten. Die Koordinierung oblag einem Dirigententeam und an der Orgel wirkte Luxemburgs Domorganist Paul Breisch.

Luxemburger Pueri
 singen für deutsche Pueri 

Nach dem Gottesdienst zog die Sängerschar zu den Parkanlagen der Villa Vauban, wo die jungen Choristen unter freiem Himmel sowohl geistliche als auch weltliche Stücke sangen.

Im Musikkonservatorium der Stadt Luxemburg führte das Musical „Melusina“ aus der Feder von Gaston Kaas die Gäste aus dem Nachbarland in den Luxemburger Sagenschatz ein. Der Luxemburger Knabenchor „Pueri Cantores“ und das Orchester des Konservatoriums unter der Leitung von 
Pierre Nimax jun. interpretierten das Musical, das zum 1050. Jubiläum der Stadt Luxemburg 2014 entstand. Eine geführte Besichtigung der Stadt Luxemburg mit dem Europaviertel Kirchberg rundete den Ausflug der deutschen Pueri ab.

Im Rahmen des Chorfestivals komponierte der Luxemburger Camille Kerger ein Musikstück: „O glorissimi“ dekliniert das Bild des gefallenen Engels bei Hildegard von Bingen. „Das Bild des fallenden Engels steht für mich als Symbol für Momente, in denen das Leben keinen Ausweg mehr bereithält, Momente, in denen Musik zumindest Trost spenden kann, vielleicht sogar Kraft zu Hoffnung und Glaube“, so Kerger.

Marc Jeck


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